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Soziales - Wiesbaden:Armutsgefahr: Hessen im Mittelfeld der Bundesländer

Wiesbaden (dpa/lhe) - In Hessen haben die Einwohner ein deutlich höheres Armutsrisiko als in den Nachbarländern Baden-Württemberg oder Bayern. Die Quote bei der Armutsgefährdung lag im vergangenen Jahr bei 15,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Haushalte mit Kindern gelten als von Armut bedroht, wenn sie weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung haben. Hessen rangiert mit seiner Gefährdungsquote im Mittelfeld der Länder (Schnitt: 15,7 Prozent).

Am geringsten ist das Armutsrisiko in Baden-Württemberg mit 11,9 Prozent vor Bayern mit 12,1 Prozent. Besonders hoch ist die Gefährdung in den neuen Bundesländern wie Sachsen-Anhalt (21,4 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (20,4 Prozent). An der Spitze liegt jedoch der Stadtstaat Bremen mit 22,6 Prozent.

Bei der Armutsquote von Kindern und Jugendlichen kommt Hessen auf 19,6 Prozent. Das ist ein deutlich höherer Wert als in den Vorjahren, der zugleich nur wenig unter dem Bundesschnitt (20,2 Prozent) liegt.

Die Zahlen gehen auf den Mikrozensus (Haushaltsbefragungen) zurück. Die Statistiker verweisen jedoch darauf, dass die Werte für das vergangene Jahr wegen einer veränderten Stichprobe und "Sondereffekten" bei der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland im Vergleich zu den Vorjahren nur eingeschränkt aussagekräftig seien.