Soziales - Rostock:Veranstaltungsreihe "Weltwechsel" soll Blick weiten

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Schwerin (dpa/mv) - Unter dem Motto "Gerechtigkeit - sozial, global, klimaneutral" lädt das Eine-Welt-Landesnetzwerk von Freitag an wieder zu seiner Veranstaltungsreihe "Weltwechsel". Nach dem Start in Stralsund seien in ganz Mecklenburg-Vorpommern mehr als 70 Veranstaltungen an 22 Orten geplant, sagte Netzwerk-Geschäftsführerin Andrea Krönert am Dienstag in Schwerin. Dazu zählten Gesprächsrunden, Lesungen, Filmvorführungen, Online-Vorträge und auch spielerische Angebote wie ein Escape Room in Wismar. Den Abschluss der diesjährigen "Weltwechsel"-Reihe bildet am 26. November die Online-Aktion "Wie wollen wir leben?", Ausstellungen in Rostock, Schwerin und Greifswald enden am 27. November.

"Das Thema Gerechtigkeit spielt in fast alle Bereiche hinein, ob es um den Handel, den Klimaschutz, die Situation von Flüchtlingen geht oder - jetzt auch sehr aktuell - das Impfen", begründete Krönert die Themenwahl. Den Organisatoren und etwa 50 Mitveranstaltern gehe es nicht darum, zu moralisieren, Handlungsanweisungen zu geben und Auswege aufzuzeigen. "Wir laden ein, gemeinsam über mögliche Lösungswege nachzudenken", sagte Krönert und verwies auf bevorstehende gravierende Transformationsprozesse, die Auswirkungen auch auf Mecklenburg-Vorpommern hätten.

Mit Blick auf die laufenden Koalitionsverhandlungen formulierte Krönert eine Reihe von Forderungen des Eine-Welt-Landesnetzwerks an die künftige Landesregierung. "Das angekündigte Klimaschutzgesetz des Landes muss mutig und ambitioniert sein", sagte sie. Zudem müsse die öffentliche Hand bei der Beschaffung darauf achten, dass entlang der globalen Lieferketten die Menschenrechte eingehalten würden. Das betreffe den Einkauf von Textilien ebenso wie die Bestellung von Computertechnik oder landwirtschaftlicher Produkte.

Mecklenburg-Vorpommern brauche eine Landesnachhaltigkeitsstrategie. Die Vorschläge des MV-Zukunftsrates böten dafür eine gute Grundlage, sagte Krönert. Zudem unterstütze das Eine-Welt-Landesnetzwerk Forderungen nach einem Landesaufnahmeprogramm für Menschen aus Afghanistan.

© dpa-infocom, dpa:211102-99-836283/2

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