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Soziales:Linke gegen andauerndes Verbot von Prostitution

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Dresden (dpa/sn) - Die Linken im Landtag von Sachsen haben sich gegen ein andauerndes Verbot der Prostitution ausgesprochen. "Ein Verbot von Sexarbeit hilft niemandem", erklärte die Parlamentarische Geschäftsführerin Sarah Buddeberg mit Blick auf entsprechende Forderungen von Bundestagsabgeordneten der Union und SPD. Sie hatten verlangt, den während der Corona-Krise verhängten Shutdown für das Gewerbe nicht zu lockern. Wann die Beschränkungen für die 33 000 angemeldeten und nach Schätzungen bis zu 400 000 Prostituierten in Deutschland beendet werden, ist unklar.

Statt die Betroffenen zu bestrafen, sollte die Gesellschaft dafür sorgen, dass sich kein Mensch zur Prostitution gezwungen sieht, betonte Buddeberg. Ihnen die wirtschaftliche Grundlage entziehen zu wollen und sie in die Illegalität zu zwingen, sei moralisch verlogen: "Wir treten deshalb für eine Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes ein sowie für ganz konkrete Hilfen für Sexarbeitende. Dazu gehört der Zugang zu Sozialleistungen und zur Krankenversicherung."

Der 2. Juni wird als International Sex Workers' Day begangen. Er soll an die Ausbeutung und Diskriminierung von Menschen erinnern, die sich prostituieren beziehungsweise zur Prostitution gezwungen werden.

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