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Soziales - Frankfurt am Main:Mehr Teilhabe für Kinder einkommensschwacher Eltern

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Die Frankfurter Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld erwartet von August an weniger Bürokratie, um Kindern aus Familien mit geringem Einkommen Zugang zu sportlichen oder kulturellen Freizeitaktivitäten zu ermöglichen. Dann nämlich tritt das Starke Familien-Gesetz der Bundesregierung in Kraft, das bei Leistungen aus dem sogenannten Bildungs- und Teilhabepaket aus Sicht Birkenfelds Verbesserungen schafft.

Außer für die Lernförderung müssten keine Anträge mehr auf die einzelnen Leistungen gestellt werden, sagte Birkenfeld am Montag in Frankfurt über den einfacheren Zugang zu den Maßnahmen. Mit dem Bewilligungsbescheid über das Arbeitslosengeld II, Wohngeld, Kinderzuschlag oder eine andere existenzsichernde Sozialleistung seien im Grunde auch Teilhabe-Leistungen bewilligt.

Allein über das Jobcenter Frankfurt können den Angaben zufolge knapp 30 000 Kinder und Jugendliche erreicht werden, die Anspruch auf Teilhabe-Leistungen haben. Deswegen ist dort eine eigene Informationskampagne über die neuen Regelungen geplant. Ob Schulessen oder Schulbedarf - mit dem Gesetz gebe es finanzielle Verbesserungen für die betroffenen Familien.

Pauschalen etwa für die Mitgliedschaft in einem Sportverein werden künftig direkt an die Eltern ausgezahlt. "Das ist auch für die Anbieter – also den Sportverein oder die Musikschule – eine erhebliche Erleichterung", sagte Birkenfeld. Bisher mussten die Anbieter mit den Behörden abrechnen. "Das war insbesondere für ehrenamtlich organisierte Institutionen eine erhebliche zusätzliche Belastung", sagte Birkenfeld über die Neuerungen, die mit dem Gesetz am 1. August in Kraft treten.