
So kennt man ihn: Nelson Mandela in einem seiner berühmten bunten Hemden. Das modische Markenzeichen des 93-jährigen Friedensnobelpreisträgers hat jetzt auch Designer inspiriert.

Ein neues Modelabel verhilft Mandelas Kleidung jetzt zu neuen Ehren. Die afrikanischen Muster und bunten Farben der traditionellen Madiba-Hemden finden sich in vielen der Kreationen wieder, die bei der derzeit stattfindenden südafrikanischen Fashion Week erstmals präsentiert wurden.

Das gilt auch für den Namen des Labels: "46664", wie auf der Sohle dieser Turnschuhe zu lesen ist, heißt die neue Modelinie.

Die Ziffern, die auch auf dieser Kapuze aufgedruckt sind, waren 18 Jahre lang Mandelas Häftlingsnummer auf der Gefängnisinsel Robben Island. Auch seine Anti-Aids-Kampagne trägt diesen Namen, der "four, double six, six, four" gesprochen wird. Mandela war Häftling Nummer 466 im Jahr 1964.

Zwischen sieben und neun Prozent aus dem Verkauf von Entwürfen wie diesem hier sollen der Kampagnem die denselben Namen trägt, zugute kommen. Nicht alle Stücke der Kollektion werden allerdings derart farbenfroh sein. Das Repertoire reicht von Poloshirts und Jeans über Blazer bis hin zu Abendkleidern.

Mit dem wallenden Kleid dieses Models kann es Mandelas Garderobe durchaus an Farbigkeit aufnehmen. Der kleinteilige, vielfarbige Druck nimmt traditionelle afrikanische Muster auf.

Spätestens bei diesem Outfit können allerdings selbst die berüchtigten Hemden nicht mehr mithalten. Die bunten, fast psychodelisch anmutenden Muster dürften nicht nur Mandela, sondern auch die Sixties inspiriert haben.

Collegejacke und Zigarettenhose dieses Models erinnern an die 1950er Jahre, allerdings waren die Farben derselben damals deutlich gedeckter.

Die Chef-Designer der "46664"-Linie, zu der auch dieser schmal geschnittene Anzug gehört, sind Chris Vogelpoel, Barbara Tosalli und Craig Native, die zu Südafrikas Top-Modemachern zählen.

Die "46664"-Linie soll 2012 auch international erhältlich sein. Luftballons gehören aber nicht zu den empfohlenen Accessoires.