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Sonnenschutz:Zweifache Abwehr

SZ-Grafik: Dalila Keller; Recherche: Moritz Fleischmann

Wer in der Sonne badet oder spielt, schmiert sich vorher kräftig ein. Aber wie schützt Sonnenmilch eigentlich die Haut?

Sonnenmilch schützt die Haut mit sogenannten UV-Filtern. Von diesen gibt es zwei Arten. Physikalische Filter verteilen sich beim Einschmieren auf der Hautoberfläche. Sie bestehen oft aus mineralischen Pigmenten, die auch in Wandfarbe verwendet werden: Titandioxid und Zinkoxid. Diese weißen Teilchen reflektieren die UV-Strahlen wie viele kleine Spiegel.

Chemische Filter ziehen hingegen in die Haut ein. Sie sind für die UV-Strahlen zuständig, die trotz der "Spiegel" in die Haut eindringen. Die Strahlen werden in harmlose Wärme umgewandelt. Einige der chemischen Wirkstoffe stehen im Verdacht, wie Hormone zu wirken. Das sind Butyl Methoxydibenzolmenthane, Octocrylene und Ethylhexyl Methoxycinnamate. Falls diese auf der Verpackung stehen, sollte man seine Sonnenmilch wechseln. Denn sie haben in Erzeugnissen für Kinder nichts zu suchen. Übrigens: Die Haut verfügt auch über einen eigenen Sonnenschutz, das Melanin. Es verleiht der Haut im Sommer seinen braune Farbe und kann UV-Strahlung ebenfalls in Wärme umwandeln.

© SZ vom 14.08.2015
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