Situation der Mütter weltweit Zwischen Hebamme und Hunger

Unterernährung, mangelnde Bildung, zu wenig Gesundheitsversorgung und kaum Verhütungsmöglichkeiten: Der schlechteste Ort der Welt für Mütter ist Nigeria. Das hat die jährliche Studie der US-Kinderrechtsorganisation "Save the Children" in 165 Ländern ergeben, bei der Norwegen am besten abschneidet.

Die Kinderrechtsorganisation "Save the Children" hat den jährlichen Bericht zur Situation der Mütter in der Welt veröffentlicht. Die Unterschiede zwischen den guten und schlechten Ländern sind noch immer erschreckend. Ein Einblick.

Platz 165: Niger

Niger und ist ganz unten angekommen im "Mother's Index". Das Leben junger Mütter in dem westafrikanischen Staat ist von Hunger, Krankheit und Armut bestimmt. Mehr als die Hälfte der Gesamtbevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. "Wenn eine Mutter arm, überarbeitet, wenig gebildet und krank ist, kann sie ihr Kind nicht entsprechend versorgen", heißt es in dem Bericht. Nur bei einer von drei Geburten ist geschultes medizinisches Personal anwesend, eines von sieben Kindern stirbt bereits vor seinem fünften Geburtstag.

(Bild: Die 20-jährige Ashta Abdoulaye lässt ihren unterernährten, zwei Jahre alten Sohn in einem Klinikzelt in der Sahel-Wüste über eine Nasensonde versorgen)

Bild: AP 13. Mai 2012, 14:362012-05-13 14:36:43 © Süddeutsche.de/vs/jowe/jobr