Deutscher Alltag:Die Schufa, eine moralische Instanz?

Deutscher Alltag: Wer Geld hat, ist mehr als einer, der keins hat: Die Schufa prüft die Bonität von Privatpersonen und Firmen.

Wer Geld hat, ist mehr als einer, der keins hat: Die Schufa prüft die Bonität von Privatpersonen und Firmen.

(Foto: Imago/Political-Moments)

Deren Chefin Tanja Birkholz kann anschaulich erklären, warum ihre Bonitätsprüfungsfirma sehr viele Daten über Menschen sammelt. Möglicherweise ist sie sogar eine Philosophin.

Von Kurt Kister

Die größte Menschheitsfrage lautet: Wer bin ich? Zu ihrer Beantwortung sind Religionen gegründet worden ("ein Geschöpf Gottes"), schwarze Rollkragenpullover wurden angezogen ("ein Nichts ohne Sinn"), Länder wurden überfallen ("am deutschen Wesen soll die Welt genesen"). Manche lesen sich mit der Menschheitsfrage im Hinterkopf durch die philosophische Bibliothek, kommen aber eher zu Erkenntnissen über die Philosophen - Heidegger ist unverständlich, Augustinus ist zeitgebunden, Nietzsche hätte besser keine Schwester gehabt -, als dass sie auch nur einer Antwort auf die Frage näher kämen.

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Unser Kolumnist schätzt die heilsam-informative Wirkung von Radiosendungen, die ihn im besten Fall sanft in den Schlaf gleiten lassen.

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