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Schmachtwort von Kate Moss:"Ich bin meinem Ex echt dankbar"

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Das Schmachtwort sprach diesmal Kate Moss.

(Foto: Cornelia Zeug)

Über ihren Verflossenen Johnny Depp weiß Supermodel Kate Moss nur Gutes zu berichten. Dabei verbinden wir mit Ex-Freunden in der Regel die Erinnerung an einen Fehler, den man kein zweites Mal begehen sollte. Wenn man Glück hat, hinterlässt der einstige Geliebte jedoch mehr als verletzten Stolz oder ausgeleierte Jogginghosen.

Es gibt Promibeziehungen, die münden in einer bitterbösen Schlammschlacht: Paul McCartney dürfte noch immer jedem einzelnen Pfund der Millionen-Abfindung an Heather Mills hinterherweinen - was ihn nicht davor bewahrte, dass sie ihn nach dem Urteil des Scheidungsrichters als "großzügigen Sir Paul" schmähte. Und Playboy-Gründer Hugh Hefner zankte sich derart verbissen mit seiner Ex um den gemeinsamen Hund Charles, dass er sogar den Verlobungsring und seine Lieblings-Luxuskarosse in die Waagschale warf.

Dass es auch anders geht und Verlassene nur Gutes über Verflossene berichten können, bewies jüngst Super-Model Kate Moss in einem Interview mit der Vanity Fair. "Ich bin so froh, dass ich ihn hatte", sagte Moss über den Schauspieler Johnny Depp, mit dem sie von 1994 bis 1998 zusammen war. "Er hat mir am Anfang meiner Karriere tolle Tipps gegeben, die ich noch heute beherzige. Dafür bin ich ihm echt immer noch dankbar."

Eine große Befreiung

Diese Worte dürften vielen, die bislang dachten, frühere Beziehungen sollte man schnellstens abhaken, ins Grübeln bringen. Ist es tatsächlich möglich, dass der Ex mehr sein kann, als ein Fehler, den es beim nächsten Mal unbedingt zu vermeiden gilt?

Schließlich sind alle diese Beziehungen gescheitert, und das immer aus gutem Grund. Bei dem einen war es das Dauergenörgel und die Rechthaberei, beim anderen die ewige Tranigkeit und beim Dritten der Hang zur Untreue. War es nicht eine große Befreiung, endlich wieder mit der Freundin, die ihm immer zu doof war, um die Häuser ziehen zu können?

Allerdings, bei längerem Nachdenken fallen den meisten Menschen dann vielleicht doch noch ein paar Dinge ein, die einem der Verflossene mitgegeben hat. Und damit sind keine Geschlechtskrankheiten, geschmacklosen Möbel oder ausgeleierte Jogginghosen gemeint. Nein, es gibt sie wirklich, die Eigenschaften des ehemaligen Partners, von denen man auch im Nachhinein noch profitiert.

Profitiert vom Ex

Der Ex einer guten Freundin war ausgewiesener Kaffee-Experte: Es dauerte nicht lange, da gab sie die Padmaschine zur Adoption frei. Heute gibt es nur noch besten Arabica aus einer italienischen Luxus-Siebträgermaschine mit Edelstahlgehäuse und Hochleistungsvibrationspumpe im Gegenwert eines Kleinwagens. Der Verflossene der Schwester hat die beste Minestrone der Stadt gekocht, nun ja, mittlerweile nur noch die zweitbeste. Und die Bürokollegin mutierte dank der Beziehung mit einem Marathonläufer von der Couchkartoffel zur Supersportlerin und läuft auch nach dem Aus noch jeden Stadtlauf mit.

"Wino forever"

Und es sind nicht nur Frauen, die etwas von ihrem Ex mitnehmen. Auch Johnny Depp trägt noch immer ein sichtbares Zeichen einer Verflossenen mit sich herum. Unglücklicherweise lässt es sich weder auf dem Dachboden verstauen noch kann man irgendetwas Praktisches damit anfangen. Sein für die Ewigkeit gedachtes "Winona forever"-Tattoo musste er nach Beziehungsende mit Kollegin Winona Ryder mühsam umstechen lassen. Auf seiner Schauspieler-Schulter heißt es jetzt "Wino forever", wörtlich: "Für immer Säufer".

Auch wenn nicht sicher ist, ob das neue Tattoo wirklich eine Verbesserung darstellt, eines steht fest: Auch diese Trennung hat ihn schlauer gemacht. Kates Namen hat sich der gute Johnny nicht mehr auf die Schulter stechen lassen. Spätestens dann hätte auch für Vanessa der Platz nicht mehr gereicht.

Doch was hat nun Kate Moss von ihrem Depp behalten? Im Interview sagte sie: "Ich habe keinen Twitter-Account, weil Johnny mir damals auf den Weg gab, dass nicht jeder alles über mich wissen muss." Ein guter Rat, der aber wohl eher aus Eifersucht oder Besitzanspruch erfolgte. Denn er selbst hält sich keineswegs daran. Kürzlich twitterte der Star: "Ich habe nun 400.000 Fans! Ich danke Euch allen!"

© Süddeutsche.de/vs/mcs
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