Schlaumeierei Darum atmen wir bei Kälte kleine Wölkchen aus

Von Kathrin Schwarze-Reiter

In der kalten Jahreszeit werden wir zu Wolkenmachern. Ganz automatisch. Das liegt an zwei Dingen, die mit der Luft passieren, wenn wir sie ein- und wieder ausatmen: Die kalte, trockene Winterluft von draußen wird in den Lungen nämlich erwärmt und gleichzeitig befeuchtet. Kalte Luft kann aber viel weniger Feuchtigkeit aufnehmen als warme. Deshalb beginnt das Wasser, sobald es mit der Luft zusammen aus dem Mund herauskommt, zu kondensieren. Das bedeutet, dass es nicht mehr gasförmig und unsichtbar ist, sondern flüssig wird. Und zwar in winzigen kleinen Tröpfchen. Diese Flüssigkeit können wir sehen - als Wolke. Je kälter es ist, desto besser lassen sich Wolken in die Luft pusten. Das Ganze funktioniert übrigens auch, wenn man eine kalte Fensterscheibe anhaucht. Der warme Atem trifft auf das kalte Glas und schlägt sich daran nieder. Eine Atemwolke besteht also aus vielen kleinen Wassertröpfchen - genau wie eine Wolke am Himmel. Nur regnen oder schneien kann sie nicht.