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Schlafforschung:Begabung für Alpträume

Kreative und gestresste Menschen leiden besonders häufig unter Alpträumen. Was man tun kann, um wieder ruhig zu schlafen.

Das Kino im Kopf kann fürchterlich sein, so mancher wacht nachts schweißgebadet auf. Besonders anfällig für Alpträume sind kreative und sensible Menschen. Darauf weist der Traumforscher Michael Schredl vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim in der Apotheken Umschau hin.

Schlechte Träume; Getty

Gegen häufige und belastende Alpträume gibt es durchaus Hilfe. Fotografie von etwa 1940.

(Foto: Foto: Getty)

Auch wer Gefühle wie Scham, Schuld und Schwäche im Wachzustand vermeide, setze sich erheblich unter Stress und sei gefährdet, die Auseinandersetzung im Schlaf alptraumhaft erleben zu müssen. "Stress macht grundsätzlich schlechten Schlaf - und auch mehr Alpträume", sagt der Professor.

Gegen häufige und belastende Alpträume gibt es dem Experten zufolge durchaus Hilfe. Eine einfache Methode sei die sogenannte Bild- oder Vorstellungs-Wiederholungs-Therapie ("Imagery-Rehearsal-Therapy" - IRT).

Dabei erfinde der Betroffene für einen erlebten Alptraum ein neues Ende und lasse ihn in dieser Form zwei Wochen lang tagsüber mehrmals im Kopf Revue passieren.

Eine weitere, etwas zeitintensivere Methode sei das "Klarträumen" oder "luzide Träumen", erklärt Schredl: Dabei sei sich der Träumende bewusst, dass er träume - und könne auf den Verlauf des Traums Einfluss nehmen oder ihn beenden. Der Weg dahin führt laut Schredl über regelmäßige Realitätstests. Die Betroffen fragten sich tagsüber fünf- bis zehn Mal: "Bin ich wach oder träume ich?" Dann kontrollierten sie, ob die Umgebung den Gesetzen der realen Wachwelt entspreche. Dieser "Realitätstest" werde im Laufe der Zeit so zur Gewohnheit, dass er auch im Schlaf praktiziert werde.

© sueddeutsche.de/DAPD/pfau/bre
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