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Schlafapnoe:Atemlos durch die Nacht

Wenn die Atmung in der Nacht wiederholt aussetzt, fühlt sich der "Übernächtigte" abgeschlagen, gereizt und wird vergesslich. Eine Atemmaske gilt inzwischen als sicherste Therapie.

Die Betroffenen merken es erst am nächsten Tag: In der Nacht hat ihre Atmung wiederholt ausgesetzt. Die Folge: Abgeschlagenheit, Vergesslichkeit, schlechte Laune. Das nächtliche Tragen einer Atemmaske gilt inzwischen als sicherste Therapie gegen die sogenannte Schlafapnoe.

schlafstörung

Abgeschlagen trotz acht Stunden Schlaf? Ein Zeichen für Schlafstörungen

(Foto: Foto: iStockphotos)

Durch die Maske strömt Raumluft mit leicht erhöhtem Druck, was die oberen Atemwege offen hält, wie Christian Virchow von der Rostocker Universitätsklinik für Innere Medizin in der Apotheken Umschau berichtet.

Wer sich mit dieser Methode nicht anfreunden könne, könne sich auch operieren lassen. Der Erfolg eines chirurgischen Eingriffs sei aber ungewiss. In den Industriestaaten leiden laut Virchow rund vier Prozent aller Männer und zwei Prozent der Frauen unter den nächtlichen Atemaussetzern: "Sie sind tagsüber müde und schlafen in monotonen Situationen leicht ein."

Oft seien die Patienten vergesslich und missmutig. Die Ursache seien zu enge Atemwege. Nachts sind nach Angaben des Experten zudem die Rachenmuskeln besonders entspannt und sinken deshalb leicht zusammen. Übergewicht, Alkohol am Abend und manche Medikamente könnten zusätzlich eine Rolle spielen.

Unbehandelt fördere die Schlafapnoe Krankheiten wie hohen Blutdruck, Herzschwäche, Rhythmusstörungen, Diabetes, Schlaganfall und Herzinfarkt. Insgesamt sei die Lebenserwartung deutlich verringert.

© AP/sueddeutsche.de/mmk
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