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Scheidungs-Statistik:Heiraten Sie niemals einen Udo!

Und acht weitere Tipps, mit denen man schon bei der Hochzeit dafür sorgen kann, dass eine Ehe länger hält. Zumindest, wenn man Statistiken glauben will.

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Quelle: SZ

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Mitten in der Hochzeitssaison die gute Nachricht: Ehen in Deutschland halten immer länger! Im vergangenen Jahr durchschnittlich 15 Jahre, so lange wie noch nie seit der Wiedervereinigung. So verkündete es das Statistische Bundesamt am Dienstag. Gut, 15 Jahre sind kein Bis-das-der-Tod-euch-scheidet, streng genommen nicht einmal eine Silberhochzeit. Aber 1991 dauerte die Durchschnittsehe noch schlappe elf Jahre und neun Monate, und seit fünf Jahren geht die Zahl der Scheidungen sogar kontinuierlich zurück. Im Jahr 2016 wurden demnach 162 397 Ehen geschieden, knapp tausend weniger als im Vorjahr. Die Männer waren bei ihrer Scheidung im Schnitt 46 Jahre und sieben Monate alt, die Frauen genau drei Jahre jünger.

Das SZ-Panorama findet: Da geht noch mehr! Wir haben in unterschiedlichen Daten nach Variablen gesucht, mit denen man auch die 15 Jahre knacken kann. Denn Ehe und Statistik, das ist ja eine eigene Liebesgeschichte, die in regelmäßigen Abständen durch mehr oder weniger wissenschaftliche Erhebungen bekundet wird. Und weil man mit dem Kalkulieren und Optimieren am besten schon bei der Hochzeit anfängt, haben wir Tipps für den perfekten Start in das lange Eheglück gesammelt. Zumindest, wenn man Statistiken glauben will. Andernfalls bleibt ja noch das Bauchgefühl.

Der erste Tippp: Frühestens nach drei Jahren Beziehung verloben, das senkt das Scheidungsrisiko um 39 Prozent gegenüber Paaren, die das nach weniger als einem Jahr tun. Das behaupten die Wissenschaftler Andrew Francis und Hugo Mialon aus Atlanta, die 3000 verheiratete und geschiedene Paare in den USA befragt haben.

Quelle: Andrew Francis und Hugo Mialon, Emory University, Department of Economics: "A Diamond is Forever" and Other Fairy Tales: The Relationship between Wedding Expenses and Marriage Duration, September 2014.

Alle Grafiken: Dalila Keller

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Der Soziologe Nicholas Wolfinger aus Utah hat die Daten einer Langzeitstudie ausgewertet und herausgefunden: Besonders selten geschieden wird, wer im Alter von 28 bis 32 Jahren heiratet. Ein frischvermählter 20-Jähriger hingegen hat ein um 50 Prozent höheres Scheidungsrisiko als ein 25-Jähriger, egal ob Mann oder Frau.

Quelle: Nicholas Wolfinger: Want to avoid divorce? Wait to get married, but not too long, Juli 2015.​

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Wem das Aussehen des Partners sehr wichtig ist, der muss mit einem um 40 Prozent höheren Scheidungsrisiko leben. Außerdem nehmen Frauen laut australischen Forscherinnen nach der Hochzeit erst mal zu: im ersten Ehe-Halbjahr im Schnitt zwei Kilo. Das liegt auch daran, dass sie vorher Diät halten. Männer wurden für die Studie nicht auf die Waage gestellt, klar.

Quelle: Andrew Francis und Hugo Mialon, Emory University, Department of Economics: "A Diamond is Forever" and Other Fairy Tales. Ivanka Prichard und Marika Tiggemann: Wedding-related weight change: The ups and downs of love, März 2014.

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Paare mit langer Gästeliste haben das geringste Scheidungsrisiko. Bei mehr als 100 Gästen sinkt das Risiko um 84 Prozent gegenüber einer Hochzeit zu zweit.

Quelle: Andrew Francis und Hugo Mialon, Emory University, Department of Economics: "A Diamond is Forever" and Other Fairy Tales.

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Wer in den Flitterwochen auf Hochzeitsreise geht, senkt sein Scheidungsrisiko um 41 Prozent gegenüber Daheimbleibern.

Quelle: Andrew Francis und Hugo Mialon, Emory University, Department of Economics: "A Diamond is Forever" and Other Fairy Tales.

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So lautet der Ratschlag des deutschen Paarberaters Clemens Beöthy, der nach 20 000 ausgewerteten Beratungsgesprächen von den Auswirkungen des Vornamens auf das Liebesleben überzeugt ist. Bei Udos sei besondere Vorsicht geboten: Ein Udo sei kein Familienmensch, er gehe schnell fremd.

Quelle: Clemens Beöthy: Heirate niemals einen Udo: Was Vornamen über unser Liebesleben verraten, 2010.

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Die perfekte Hochzeit kostet zwischen 4400 und 9000 Euro. Wer mehr als 18 000 Euro ausgibt, erhöht das Scheidungsrisiko um 46 Prozent. Aber Geiz ist noch gefährlicher: Wer null bis 900 Euro ausgibt, erhöht das Scheidungsrisiko sogar um 53 Prozent.

Quelle: Andrew Francis und Hugo Mialon, Emory University, Department of Economics: "A Diamond is Forever" and Other Fairy Tales.

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Paare mit mehr als 110 000 Euro gemeinsamem Jahreseinkommen halbieren das Scheidungsrisiko gegenüber Paaren mit weniger als 22 000 Euro zusammen im Jahr.

SZ-Grafik: Dalila Keller, Quelle: Andrew Francis und Hugo Mialon, Emory University, Department of Economics: "A Diamond is Forever" and Other Fairy Tales.

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Wer regelmäßig in die Kirche geht, senkt das Scheidungsrisiko um 56 Prozent gegenüber Paaren, die nie in der Kirche sind. Ab und zu mal vorbeischauen hilft auch: Das senkt das Risiko um etwa 10 Prozent.

Quelle: Andrew Francis und Hugo Mialon, Emory University, Department of Economics: "A Diamond is Forever" and Other Fairy Tales.

© SZ.de/eca
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