Schauspieler Matthias Brandt im Interview "Ich habe alles Wesentliche durch das Scheitern gelernt"

Matthias Brandt, 54, ist seit 2011 als Kommissar in "Polizeiruf 110" zu sehen.

(Foto: Tibor Bozi/Redux/laif)

Der Schauspieler Matthias Brandt ist im Gespräch leise und distanziert, später amüsiert und selbstironisch. Er spricht über das Scheitern und ob man beim "Polizeiruf" oder beim "Tatort" mehr wagen kann.

Von  Christian Mayer

Im Hotel Michelberger in Berlin-Friedrichshain wird man vom Hipster-Personal gnadenlos geduzt. Der Schauspieler Matthias Brandt, 54, lässt sich davon nicht irritieren, er siezt die Menschen mit erlesener Höflichkeit. Im Gespräch ist er erst leise und distanziert, später amüsiert und selbstironisch - auf seine Worte passt er auf wie ein Schießhund.

SZ: Herr Brandt, Sie haben ein Buch über Ihre Kindheit Anfang der Siebzigerjahre in Bonn geschrieben. Warum sind Sie gedanklich noch einmal in diese Zeit zurückgekehrt?

Matthias Brandt: Der konkrete ...