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Sarah Jessica Parker:Carrie und die Schuhe

Männer, Mode und Manolos: Der Schuhschrank von Carrie Bradshaw aus "Sex and the City" ist der Traum vieler Frauen. Darstellerin Sarah Jessica Parker wurde so zur Stilikone.

Es gibt wenige Momente, die sich so unauslöschlich in das Gedächtnis einer Frau eingravieren wie das Auspacken des ersten sündhaft teuren Paars Schuhe. War diese Geldanlage denn tatsächlich notwendig? Ja, das war sie. Spätestens das geheimnisvoll knisternde Seidenpapier und der zarte Geruch von Leder und frischer Farbe, der einen beim Öffnen des Kartons sanft umströmt, entschädigt für jegliche Zweifel und Vorwürfe aus dem engsten Freundeskreis. Wie kannst du nur? Du wolltest doch in den Urlaub fahren, oder? Aber wer denkt schon an weißen Sandstrand und azurblaues Meer, wenn sich das ganze Glück dieser Welt in einer weißen Box auf unseren Knien befindet?

Sarah Jessica Parker, rtr

Carrie Bradshaw (gespielt von Sarah Jessica Parker) ist absolute Schuhfetischistin.

(Foto: Foto: Reuters)

So oder so ähnlich muss sich auch Carrie Bradshaw, "Sex and the City"-Kolumnistin in der gleichnamigen Fernsehserie und absolute Schuhliebhaberin, damals gefühlt haben, als sie ihre silbernen Manolo-Blahnik-Stilettos zum ersten Mal aus ihrer Box hob. Eingeschlagen in milchig weißes Papier, der schwarze Schriftzug auf der weißen Schuhschachtel etwas erhaben ... "Ich heirate mich selbst" hatte Carrie verkündet und tatsächlich die Stilettos als Hochzeitsgeschenk erhalten. Nachdem ihre Schuhe auf einer Hochzeitsfeier gestohlen worden waren, machte die Not erfinderisch.

Es war an einem Dienstagabend im September 2001 als diese Person erstmals via Fernsehbildschirm in unser Leben trat, die zur Schuh-Ikone der Glamourwelt werden sollte. Carrie Bradshaw, Besitzerin der bis dato wahrscheinlich größten bekannten Schuhsammlung im Fernsehen. In Amerika hatte die vom als liberal geltenden Pay-TV-Sender HBO produzierte Serie bereits drei Jahre zuvor die Mode- und vor allem die Schuhmodeszene revolutioniert: Extravagante Kostüme kombiniert mit bunten Schuhen jeglicher Form und Farbe, aus Leder und Stoff mit aufgenähten Applikationen. Hauptsächlich Manolos.

"Manolos sind besser als Sex"

Manolo Blahnik. Ein Name, der zur Marke wurde. Wir kaufen nicht Stilettos, High-Heels oder Slingpumps, nein, wir kaufen Manolos. Wenn es das Finanzbudget zulässt. Denn unter 400 Euro sind die handgefertigten Edelschühchen des spanischen Designers leider nicht zu haben. Geht es nach Carrie, macht das nichts: "Ich mag mein Geld genau da, wo ich es sehen kann ... hängend in meinem Kleiderschrank." Nur als sie einmal nachrechnete, dass sie inzwischen 40.000 Dollar (knapp 25.000 Euro) in ihre Schuhsammlung investiert habe, verschlug es der sonst sehr wortgewandten Journalistin einmal kurz die Sprache.

Dabei lag sie mit dieser Schuhwahl Ende der neunziger Jahre genau im Trend. Nur ein paar Jahre vorher war dem spanischen Designer Manolo Blahnik der internationale Durchbruch gelungen. Zwar eroberten Manolo Blahniks Schuhkreationen schon in den siebziger Jahren die Laufstege - Yves Saint Laurent, Christian Dior, Calvin Klein und John Galliano schätzten die ausgefallenen Stile, den Materialienmix und die Vielfalt. Aber erst allmählich entdeckten auch die Stars und Sternchen diese Schuhe für sich. Dann aber richtig. "Manolos sind besser als Sex", wird Madonna zitiert. Auch Diana, verstorbene Princess of Wales, war den Designerstücken ebenso verfallen wie Kylie Minogue und Jerry Hall. Der Ritterschlag für Blahnik war es aber wohl, dass sogar Marge Simpson 1991 eine Comic-Version der High-Heels trug.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, was Sarah Jessica Parker privat über Schuhe und Modetrends denkt.

Carrie Bradshaw in Bildern

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