Richard Sennett im Interview "Städte richten sich nicht nach den Menschen aus"

Richard Sennett: "Ich glaube tatsächlich, dass eine offene Stadt für jeden gut wäre."

(Foto: Marco Secchi/dpa)

Der Soziologe Richard Sennett über das Problem mit Autos in Großstädten, warum Schulen an Stadtviertel-Grenzen liegen sollten und was die Berliner Kantstraße so besonders macht.

Interview von Laura Weissmüller

SZ: Mr. Sennett, Sie haben sich über Jahrzehnte mit Städten beschäftigt und wie diese gebaut werden. Dann hatten Sie einen Schlaganfall. In Ihrem Buch "Die offene Stadt" schreiben Sie, dass dies Ihre Sicht auf die Stadt verändert hat. Warum?

Richard Sennett: Weil das meinen Blick auf die Stadt erneuert hat. Bei einem Schlaganfall verliert man das Gefühl für Distanzen, man weiß nicht mehr, was nah und was fern ist. In einer Menschenmenge zu sein ist plötzlich eine Schwierigkeit. Als Urbanist ...

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