Verkehr:"Ich wollte nicht warten, bis es kracht"

Verkehr: Goodbye, "Tante Rose": Der Autor übergibt den Wagen an die neue Besitzerin Lara, auch deren Kinder und die Enkel von Wilhelm Reuther sind dabei. Nun fährt der Meriva in Kroatien herum.

Goodbye, "Tante Rose": Der Autor übergibt den Wagen an die neue Besitzerin Lara, auch deren Kinder und die Enkel von Wilhelm Reuther sind dabei. Nun fährt der Meriva in Kroatien herum.

(Foto: privat)

Ist man mit 80 Jahren noch fit fürs Auto? Nein, meint unser Autor und gibt seinen Wagen ab. Viele Gleichaltrige halten ihn für verrückt. Und die Jungen? Beglückwünschen ihn.

Von Wilhelm Reuther

An meinem 80. Geburtstag habe ich nicht nur Geschenke bekommen, sondern mir und anderen auch eines gemacht: Ich habe mein Auto verschenkt. Einige Episoden, die zu dieser Entscheidung führten: Eine 86-jährige Bekannte hat vor längerer Zeit die Vorfahrt missachtet und einen Unfall gebaut. Dennoch fühlte sie sich im Recht. "Der hat mich doch gesehen!", erzählte sie später entrüstet. Dann der 82-jährige Nachbar, der beim Zurücksetzen einen geparkten Pkw übersehen und gerammt hat. Auch hier keine Einsicht. "Da hat doch noch nie ein Auto gestanden!", so sein Vorwurf. Dazu kommen fast täglich Meldungen über Senioren, die Unfallschneisen auf ihren Autofahrten hinterlassen, weil sie das Gas- mit dem Bremspedal verwechseln.

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Ich fahre seit Jahrzehnten unfallfrei, solche Sprüche hört Toni Hubalek oft. Bei seinen Fahrtrainings für Senioren ist er erleichtert, wenn er heil aus dem Auto steigt. Und dann? Kann er auf die Alten einreden, mehr nicht. Genau das ist das Problem.

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