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Rassismus:"Du musst hundertmal so viel arbeiten"

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Wie bereitet man seine Kinder mit dunkler Hautfarbe auf ein Leben in Deutschland vor? Am besten mit Ehrlichkeit, raten Experten. Symbolbild

(Foto: Melody Davis/imago images/Design Pics)

Vater, Mutter, zwei Söhne - ein ganz normales Familienleben in Stuttgart. Wären da nicht die täglichen Anfeindungen, weil der Vater schwarz ist. Und eine Frage bleibt: Wie macht man seine Kinder stark gegen Rassismus?

Von Helena Ott

Drei Wochen ist es her, da wurde Julia Hauser klar, dass sie keine Wahl hat. Sie telefonierte mit einer Freundin aus München, die wie Julia Hauser einen afrodeutschen Sohn hat. Im Gespräch erzählte die Freundin, dass ihr Sohn, seit er vierzehn ist, regelmäßig am Bahnhof von der Polizei aufgehalten wird, um ihn auf Drogen zu durchsuchen. Und dass der Junge in solchen Situationen am liebsten vor Scham im Boden versinken würde. Julia Hauser wurde zum ersten Mal klar, dass es für Mütter wie sie keine Option ist, mit ihren Söhnen nicht über Rassismus zu sprechen.

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