PseudonymeEine Frage des Namens

Wie findet man eigentlich ein klangvolles Pseudonym? Sechs Star-erprobte Strategien für jeden Typ.

Wer den bösen Leserbrief nicht unter seinem Namen schreiben möchte, wer befürchtet als Erna Strube nie das Pop-Sternchen von morgen zu werden, wer als Stefan Schneider ständig in der Masse untergeht, oder das Buch über Fetischismus doch lieber nicht unter seinem echten Namen veröffentlichen möchte - Gründe für ein Pseudonym gibt es viele, und fingierte Namen sind in Zeiten von Online-Communities nicht nur unter Autoren und Künstlern verbreitet. Doch wer sich auf die Suche begibt wird feststellen: Schöne Decknamen sind gar nicht so leicht zu finden.

Für Tüftler: Das Anagramm

Bei einem Anagramm werden die Buchstaben durchgeschüttelt und in eine andere Reihenfolge gebracht. Der Schriftsteller und Surrealist André Breton gab dem spanischen Maler Salvador Dalí den spöttischen Künstlernamen Avida Dollars, was so viel wie "dollargierig" heißt. Dalí nahm sein Anagramm mit Humor: Er freue sich über die Erfindung dieses "gewinnbringenden Markenzeichens". Aber die Zeiten, in denen man am Küchentisch Zettelchen mit Buchstaben hin und her schob, sind vorbei: Im Netz gibt es Programme (http://anagramme.spieleck.de/app), die Anagramme ausspucken. Es kann aber sein, dass das Orakel einen Namen des anderen Geschlechts ausspuckt. Aus dem Männernamen Salvador Dali wird dann etwa der Frauenname Alida Vardols.

Foto: dpa

22. April 2009, 10:102009-04-22 10:10:00 ©