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Promis und Liebe: Schmachtwort der Woche:"Frauen wissen genau, welche Knöpfe sie drücken müssen"

Charlie Sheen hat es längst erkannt: Gegen weibliche Manipulationskünste sind Männer machtlos. Doch wie um Himmels Willen bringt eine Frau ihren Mann dazu, eine Ikea-Küche aufzubauen - und ihn dann auch noch glauben zu lassen, er wollte es so?

Der ungezähmte Mann springt nicht, wenn eine Frau mit dem Finger schnipst. Schon aus Prinzip nicht. Stellt sie es aber schlau an, dann stellt er sich auf Wunsch sogar für sie auf den Kopf und wackelt mit den Füßen. Und denkt, er wollte es so.

Schmachtwort Charlie Sheen

Das Schmachtwort sprach diesmal Frauenflüsterer Charlie Sheen.

(Foto: Sophie Kaiser)

Die weibliche Manipulation des Mannes gehört zu den größten Rätseln einer Beziehung. Nur Frauenflüsterer Charlie Sheen hat das natürlich längst durchschaut. Während viele seiner Geschlechtsgenossen noch immer am seidenen Marionettenfaden herumhampeln und sich fragen: Wie bin ich da nur wieder hineingeraten?, sieht er der Realität ins Gesicht. In einem Interview mit dem Playboy erklärte der Star aus Two and a half Men: "Frauen wissen stets genau, welche Knöpfe sie bei uns drücken müssen". Immerhin seien sie es auch gewesen, die die Männer zusammengebaut hätten.

Womit wir bereits beim Thema wären: Wie kriegt eine Frau einen Mann dazu, freiwillig eine besonders verhasste Aufgabe zu erfüllen - sagen wir mal, eine Ikea-Küche zusammenzubauen? Gar nicht, antworten viele entmutigte Frauen aus Erfahrung. Mit Sex, schlagen pragmatisch veranlagte Männer vor. Ach wo, es geht viel eleganter. Sie muss ihm nur das Gefühl geben, dass es gerade weit und breit keine anspruchsvollere, bedeutendere Aufgabe gibt als aus diesen unzähligen Brettern und Schrauben etwas Großes, Einzigartiges zu erschaffen. Und dass er der Auserwählte ist, der dieser Herausforderung gewachsen ist. Weil man als Frau total überfordert wäre von all den Einzelteilen. Und dann diese komplizierten Abbildungen! Wo doch bekannt ist, dass Frauen links und rechts so schlecht auseinander halten können und überhaupt kein räumliches Vorstellungsvermögen haben - Klimper!

Für eine Frau stellt sich in so einer Situation also nicht die Frage: "Wie soll ich das nur schaffen?" sondern: "Wo krieg ich jetzt auf die Schnelle jemanden her, der doof genug ist zu glauben, ich sei zu doof dazu?"

Natürlich können wir genauso dicke Bretter bohren, wenn es darauf ankommt. Nur haben wir vielleicht gerade nicht die nötige Ruhe dazu. Oder was Besseres zu tun. Oder ... ähem ... einfach keine Lust. Und auch wenn es anfangs ein bisschen schmerzt, sich deswegen der männlichen Kompetenz zu unterwerfen: Lieber unterschätzt werden und etwas trottelig dastehen, als seine Zeit mit Handwerkerkram vergeuden. Die lässt sich doch wirklich sinnvoller nutzen - mit Aussuchen der Küchenaccessoires zum Beispiel.

Emotionale Erpressung geht immer

Selbst wenn es gerade nichts zu bohren oder zu hämmern gibt, so warten genügend andere Aufträge, die Frauen zu vergeben haben. Je nach Art der Aufgabe hat der Mann auch dafür einen eigenen Knopf. Zu Botengängen lassen sich Männer beispielsweise über das Belohnungssystem motivieren: "Ich würde ja viel öfter High Heels / Miniröcke tragen, aber ich komme einfach nicht dazu, die Absätze erneuern / den Saum kürzen zu lassen". Auch Einkäufe lassen sich so ohne Weiteres deligieren: "Hättest Du nicht auch mal wieder Lust auf ein saftiges Steak und ein gutes Glas Rotwein?". Selbst der Aufbau einer neuen Küche ließe sich notfalls damit organisieren: "Ich träume von hemmungslosem Sex auf einer Arbeitsplatte aus Acrylstein und anschließend auf einem Glaskeramikkochfeld mit Sensorschaltung".

Ist der ein oder andere Knopf beim Mann gerade außer Betrieb, erfolgt das Delegieren der Aufgaben über eine Alternativ-Strategie: emotionale Erpressung hilft immer. Kommt der Partner in Sachen Kinderwunsch nicht in die Gänge? Ein paar Internet-Ausdrucke mit Artikeln zum Thema Samenspende, betont achtlos auf dem Küchentisch verteilt, könnten seine Einstellung ändern. Wächst der Haushalt der Dame über den Kopf? Mit ein paar Schmeicheleinheiten ("Wow, Du bekommst da immer viel mehr Geschirr hinein als ich") ist die Spülmaschine so gut wie eingeräumt. Finden Sie, er könnte seine Karriere auf Vordermann bringen? Dann signalisieren Sie Bereitschaft, ihn zu unterstützen: "Na gut, dann werde ich die Stelle in Wanne-Eickel wohl doch annehmen, damit wir über die Runden kommen".

Zuweilen müssen Frauen auch mit optischen Hilfsmitteln arbeiten. Zum Beispiel lackieren sie sich die Zehen nur deshalb in Signaltönen, damit ihre Füße von Männern leichter gefunden werden, was die Wahrscheinlichkeit einer wohltuenden Fußmassage am Ende eines harten Arbeitstages deutlich erhöht.

Ja, da blutet das Herz der Feministin. Doch verwechseln wir mal bitteschön nicht Emanzipation mit falschem Ehrgeiz. Es soll ja noch immer Frauen geben, die keine Ambition verspüren, die besseren Männer zu sein. Deren Selbstverwirklichung nicht davon abhängt, dass sie mit der Bohrmaschine im Anschlag einen Baumarkt entern, nachdem sie das Kind in die Kita und einen Acht-Stunden-Job hinter sich gebracht haben - nur damit auch der letzte kapiert: Das schaffe ich alles selbst!

Kein Mann wird vor einer Frau auf die Knie fallen, weil sie so toll mit der Schlagbohrmaschine umgehen kann. Im günstigsten Fall geht ein Mann nur aus einem Grund auf die Knie: Weil ihm beim Zusammenbauen der Küche eine Schraube auf den Boden gefallen ist. Dann weiß die Frau: Ich habe den richtigen Knopf gedrückt.