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Johnny Depp: Hutträger des Jahres:Der Hut steht ihm am besten

Manchmal genügt ein Hut, um zu wissen, von wem die Rede ist. Manchmal eine Brille. Eine Sammlung von Accessoires, die bleiben.

U. Bretz und A. Roth

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Johnny Depp zum  Hutträger des Jahres gewählt

Quelle: dpa

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Manchmal genügt ein Hut, um zu wissen, von wem die Rede ist. Manchmal eine Brille oder eine Handtasche. Eine Sammlung von prominenten Accessoires, die bleiben.

Jedem Star sein Accessoire - und bei Johnny Depp ist es eben der Hut. Die amerikanische Headwear Association hat den Schauspieler darum zum "Hutträger des Jahres 2011" gekürt. Depp gewann das Rennen mit 38 Prozent der Stimmen und verwies so die Sängerin Gwen Stefani (17 Prozent) sowie den australischen Schauspieler Hugh Jackman (16 Prozent) auf die Plätze zwei und drei.

Auch Paris Hilton zeigt sich bevorzugt mit einem bestimmen Accessoire,...

Hilton arrives while holding her dog for a news conference launching the new Paris Hilton Limited Edition Watch Collection in New York

Quelle: REUTERS

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... und zwar einem lebendigen: ihrem Chihuahua Tinkerbell. Der Miniaturhund teilt sich den Platz unter dem Arm der Hotelerbin mit teuren Handtaschen.

Accessoires der Stars, Grace Kelly, Kelly-Bag; AP

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Diese markanten Accessoires sind oftmals das, was von einem Star übrig bleibt - auch wenn der berühmte Träger nicht mehr am Leben ist.

Grace Kellys Tasche

Sie ist die Mutter aller It-Bags: die Kelly-Bag, die ihren Namen der Hollywood-Schauspielerin Grace Kelly verdankt. Die Tasche gab es schon vorher: In den dreißiger Jahren brachte der französische Lederwarenhersteller Hermès das Modell als "kleine Tasche mit Trageriemen" auf den Markt. Zur Feier der Verlobung von Grace Kelly mit Fürst Rainer von Monaco benannte Hermès das Modell in "Kelly-Bag" um. Mit Erfolg - noch immer zehrt die Tasche von der Aura ihrer berühmtesten Trägerin, die nur selten ohne das Accessoire zu sehen war. Die Damen der Glamourwelt tun es ihr heute gleich. Ob Sharon Stone oder Victoria Beckham - wer eine handgefertigte "Kelly-Bag" sein eigenen nennen will, muss viel Geld und lange Wartezeiten in Kauf nehmen.

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Accessoires der Stars, Michael Jackson, Jacko, King of Pop, Handschuh; AP

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Michael Jacksons Handschuh

Mit seinem späteren Markenzeichen tauchte der "King of Pop" zum ersten Mal im Jahr 1983 bei einem Jubiläum des Plattenlabels Motown auf: Bei einer Performance seines Hits "Billie Jean" trug er den weißen, mit Pailletten besetzten Handschuh an einer Hand, griff sich damit in den Schritt - und schockte die Popwelt. Der Auftritt gilt seitdem als legendär. Der Handschuh auch - Jacko trug ihn noch bis in die neunziger Jahre bei seinen Auftritten. Er ist so sehr ein Symbol für den Musiker geworden, dass seine Brüder ihn über ihre Hände streiften, als sie Michael Jacksons Sarg zur Trauerfeier in das Staples Center trugen - angeblich wurde Jacko auch damit beerdigt.

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Accessoires der Stars, Buddy Holly, Brille; AP

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Buddy Hollys Brille

In seinem Gesicht sahen die dicken Gestelle der fünfziger Jahre einfach am besten aus: Die Hornbrille gehörte zu Buddy Holly wie seine Haartolle und sein Gitarre. Er machte aus seiner Sehschwäche einen Look. Der stark kurzsichtige Musiker war einer der ersten Rock'n'Roller, der mit Sehilfe auf der Bühne stand. Sie wurde sein Markenzeichen. Die Buddy-Holly-Brille erlangte traurige Berühmtheit. Nach seinem tödlichen Flugzeugabsturz im Februar 1959 fand man sie an der Absturzstelle - blutverschmiert.

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Accessoires der Stars, John Lennon, Beatles, Brille; AP

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John Lennons Brille

Im Gegensatz zu Buddy Holly weigerte sich John Lennon, der seit Kindertagen kurzsichtig war, lange Zeit, die Bühne bebrillt zu betreten. Für Dreharbeiten zum Film "Wie ich einmal den Krieg gewann" bekam Lennon 1967 zum ersten Mal die später so berühmte, kreisrunde Nickelbrill auf die Nase gesetzt. Seitdem gilt die "John-Lennon-Brille" als Markenzeichen für intellektuelle, etwas verschrobene Friedensaktivisten. Die originalen Gestelle sind für mehrere Millionen Dollar versteigert worden.

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Accessoires der Stars, Audrey Hepburn, Zigarettenspitze, Frühstück bei Tiffanys; Paramount Pictures/Getty Images

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Audrey Hepburns Zigarettenspitze

Der Film "Breakfast at Tiffany's" verschaffte Audrey Hepburn 1961 nicht nur eine Oscarnominierung, sondern auch den Titel der Stilikone. Und das gleich wegen mehrer modischen Details: der überdimensionalen Sonnenbrille im zierlichen Gesicht, dem kleinen schwarze Etuiklied - und der Zigarettenspitze. Unvergesslich ist die Szene, in der sich die Schauspielerin als Holly Golightly durch das New Yorker Gedränge manövriert, in der Hand eine scheinbar endlos lange schwarze Rauchhilfe. Viele Frauen versuchten seitdem, dieses Accessoire so elegant zu halten wie sie.

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Accessoires der Stars, Jacqueline Kennedy, Jackie, Jackie O., John F. Kennedy; Pillbox-Hut; Getty Images

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Jackie Kennedys Pillbox-Hut

Nachdem ihr Mann John F. die Präsidentschaftswahlen für sich entschieden hatte, kam mit Jacqueline "Jackie" Kennedy nicht nur frischer, sondern vor allem topmodischer Wind ins Weiße Haus. Ihr Markenzeichen wurde der Pillbox-Hut, den sie in allen erdenklichen Farben besaß. Befestigt wurden er auf dem hochtoupierten Haar mit Hilfe von Gummibändern, Nadeln und Haarspray. Das Modell war für Jackie Kennedy ideal: es galt als schick, adrett und brav. Erst während ihrer zweiten Ehe mit dem Milliardär Aristoteles Onassis verschwand der Hut vom Kopf der "Jackie O.". Ein Revival bescherte ihm Carla Bruni-Sarkozy: Bei einem ihrer ersten Auftritte als neue First Lady Frankreichs zierte ein Pillbox-Hut ihren Kopf - und sie wurde prompt als neue "Jackie O." gefeiert.

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Accessoires der Stars, Charlie Chaplin, Hut, Stock, Melone; dpa

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Charlie Chaplins Stock und Hut

Unsterblich wurde Komiker Charles "Charlie" Chaplin mit seiner Paraderolle des "Tramp". Der Landstreicher mit den Manieren eines Gentleman, den Chaplin mimte, sah immer gleich aus: Zu der viel zu großen Hose trug er eine zu enge Jacke, ein altes Paar Schuhe und einen falschen Bart. Vervollständigt wurde der Look durch die zwei Accessoires, die für immer mit Chaplin verbunden sein werden: Stock und Hut. Eine dieser schwarzen Melonen wurde 2006 zusammen mit einem Spazierstock in Los Angeles versteigert - für 111.000 Euro.

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Accessoires der Stars, Marlene Dietrich, Hose, Getty Images

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Marlene Dietrichs Hose

Marlene Dietrich war das Gegenteil einer drallen Sexbombe: Statt kurzen, knappen Kleidchen trug die deutsche Schauspielerin in den dreißiger Jahren Hosen. Ein Skandal - schließlich hatten Frauen in Röcken und Kleidern zu erscheinen. Die Marlene-Dietrich-Hose war weit, bequem und hatte eine ausgeprägte Bügelfalte. Das Markenzeichen der Diva ist zeitlos - die Marlene-Dietrich-Hose taucht immer wieder auf den Laufstegen der großen Designer-Schauen auf.

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Accessoires der Stars, James Dean, Rebel without a cause, Denn sie wissen nicht, was sie tun, Blouson; Hulton Archive/Getty Images

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James Deans roter Blouson

Er war der Rebell schlechthin: Schauspieler James Dean galt in den fünfziger Jahren als Held der amerikanischen Protestgeneration. Zum Symbol für seine jugendliche Rebellion wurde ein auffälliges Kleidungsstück, das der damals 23-Jährige im Kinofilm "Rebel without a cause" ("Denn sie wissen nicht, was sie tun") zur Blue Jeans trug: der leuchtend rote Blouson. Halbstarke auf der ganzen Welt, die so sein wollten wie er, kopierten seinen Look. Die Nylonjacke wurde zur Projektionsfläche ihrer eigenen Rebellion.

Foto: Hulton Archive/Getty Images

Marlon Brando, T-Shirt, Accessoires der Stars; Getty Images

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Marlon Brandos T-Shirt

Kaum vorzustellen, dass es einmal als revolutionär galt, ein simples, jawohl, T-Shirt zu tragen. Erst als Marlon Brando 1951 im Film "Endstation Sehnsucht" ein hautenges Exemplar trug, gelangte das Kleidungsstück zu seiner Berühmtheit - und Brando wurde als neues Sexsymbol gefeiert.

Foto: Getty Images

Accessoires der Stars, Che Guevara, Barett; AP

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Che Guevaras Barett

Vo Revolutionär zur Pop-Ikone: Che Guevaras Abbild prangt auf T-Shirts, Ansteckern, Plakaten, Postkarten und Häuserwänden. Immer mit dabei ist das Barett mit roten Stern. Kein Bild, auf dem der Revolutionär nicht mit dieser für ihn so typischen Kopfbedeckung zu sehen wäre. Wer das Barett heute trägt, demonstriert damit allerdings nicht mehr seine Nähe zu dem Guerilla-Führer - sondern hat sich einfach ein modisches Accessoire gekauft.

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Accessoires der Stars, Steve McQueen, Rollkragenpullover; Warner Bros/Getty Images

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Steve McQueens Rollkragenpullover

Er trug ihn auf Kinoplakaten und in seinen Filmen ebenso wie beim Spaziergang durch New Yorks Straßen: Der Schauspieler Steve McQueen verhalf dem Rollkragenpullover Ende der sechziger Jahre zu einem neuen Image. Griffen vorher eher Beatniks und Sportsmänner nach dem Kleidungsstück, verlieh es seinem Träger nun zumindest den Anschein der begehrten McQueen-Lässigkeit. Der Schauspieler wollte gar nicht mehr darauf verzichten, in allen wichtigen Filmszenen musste er zu sehen sein und auf die Frage, wie er einen Polizisten zu spielen gedenke, soll er geantwortet haben: "Ich werde einen Rollkragenpulli tragen."

Foto: Warner Bros/Courtesy Getty Images

(sueddeutsche.de/bre/aro/vs)

© sueddeutsche.de/bre
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