Probleme beim Baby:"Mein Baby schreit so viel"

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Wie viel ein Baby schreit, hängt zunächst einmal stark von seinem Wesen ab. Es gibt einfach Babys, die von Geburt an relativ zufrieden sind und sich nur per Schreien melden, wenn die Windel voll ist oder der Hunger kommt.

Leider gibt es auch andere Babys, die bei gleich guter Pflege von Anfang an nur wenige Stunden am Tag fröhlich und gelassen sind - und sonst die meiste Zeit, ob Tag oder Nacht, einfach schreien. Gegen diese Veranlagung ist leider kein Kraut gewachsen. Es gibt jedoch ein paar Dinge, die ein Baby noch zusätzlich unglücklich machen können, und gegen die können Sie etwas tun.

So ärgern viele Babys lästige Blähungen in den ersten Lebensmonaten. Versuchen Sie, wenn Sie stillen, möglichst selbst keine blähenden Speisen wie zum Beispiel Linsen oder Kohl zu essen. Geben Sie Ihrem Baby 3-4 mal täglich eine Mischung aus Kümmel- und Fencheltee zu gleichen Teilen oder probieren Sie eine Bauchmassage mit etwas warmem Olivenöl aus.

Was Babys ebenfalls zu mehr Schreien veranlasst, sind viel Unruhe und Hektik. Achten Sie deshalb in der ersten Zeit nach der Geburt darauf, dass das Baby nicht ständig von Besuch oder lauten Umgebungsgeräuschen geweckt wird. Machen Sie auch am Anfang nicht zu viele Ausflüge. Für das Baby ist ohnehin alles aufregend und neu genug.

Wenn Ihr Baby allerdings plötzlich gar nicht mehr zu beruhigen ist, oder Sie sonst eigentlich eher den ruhigen Typ als Baby haben und es aus heiterem Himmel zu schreien anfängt, müssen Sie Ihr Baby einem Kinderarzt vorstellen, da zum Beispiel auch mal eine Mittelohrentzündung dahinterstecken kann.

Allgemeine Tipps gegen schreiende Babys sind ruhiges Zureden, festes Ansichdrücken, Herumtragen, im Kinderwagen oder im Auto herumfahren oder manchmal auch ein warmes Bad.

Dr. med. Ursula Keicher

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