Porträt:Der Mann und das Meer

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Im vergangenen Jahr hat Boris Herrmann die Klimaaktivistin Greta Thunberg nach New York gesegelt - die wichtigste Reise seiner Karriere aber beginnt erst in wenigen Wochen: die härteste, brutalste, berühmteste Einhand-Regatta der Welt.

Von Karl Forster

Dreimal auf dieser Reise wird Boris Herrmann einen Schluck aus der Pulle nehmen. Dreimal wird er den Duft feinen schottischen Talisker-Whiskys genießen, der aus der kleinen Flasche strömt. Dreimal wird er den auf der Backbordseite seiner Yacht in der Ferne zu erahnenden Landmarken zuprosten. Dies wird geschehen am Kap der Guten Hoffnung, dem südwestlichsten Punkt Afrikas; am Kap Leeuwin von Australien, wo der Indische Ozean ins Südpolarmeer übergeht; und am Kap Hoorn, dem äußersten Zipfel Südamerikas, von dem es heißt: Unterhalb des 40. Breitengrades gibt es kein Gesetz; und südlich des 50. Breitengrades gibt es keinen Gott. Kap Hoorn liegt auf 55 Grad 58 Minuten Süd. Seit Jahrhunderten ist dieses Kap der Schrecken der Seeleute. Da könnte etwas göttlicher Beistand nicht schaden.

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