Pop-Diva gründet Fitness-Kette Muckis wie Madonna

Die Welt muss schöner werden: Madonna begnügt sich nicht länger damit, dass lediglich sie selbst hart an ihrem Aussehen arbeitet. Gerade hat sie ihr globales Konzept gegen wabbelnde Unterarme vorgestellt.

Sie scheint eigentlich immer ziemlich angespannt zu sein - zumindest rein äußerlich. Angeblich trainiert die Pop-Diva vier Stunden täglich mit Hanteln, was zu ihren weltberühmten weil stahlharten Oberarmen führt.

Ziemlich angespannt: Madonna auf der Bühne.

(Foto: AFP)

Nun soll ein solch durchtrainierter Körper nicht mehr länger das Privileg einer einzelnen Pop-Diva bleiben: Madonna will in Kürze eine Kette von Fitness-Studios gründen. Bereits kommenden Monat solle der erste Club in Mexiko-City eröffnen, gab einer der Geschäftspartner der Musik-Ikone, Mark Mastrov, bekannt.

Benannt werden sollen die Mucki-Buden nach dem letzten Album der Sängerin: Hard Candy Fitness. Schon der Titel des Albums hatte für scharfe Kritik gesorgt, weil der Begriff Hard Candy in den USA zum Wortschatz von Pädophilen gehört.

Die Kette werde "in den wichtigsten Städten der Welt" Ableger haben. Geplant seien Studios in zehn Städten in "Russland, Brasilien, Argentinien, aber auch Europa und Asien". Die Studios würden bis ins kleinste Detail nach den Vorstellungen Madonnas konzipiert, kündigte Mastrov an: Musik, Licht und Designelemente eingeschlossen.

Ob Musik und Licht schon zum gewünschten Erfolg führen, sei allerdings dahin gestellt. Die 52-jährige Madonna jedenfalls lässt sich ihren körperlichen Zustand so einige Mühe kosten: Sie isst angeblich nur Nüsse und Sojabohnen, lässt - so hört man - Ärzte nachhelfen und trainiert außerdem unerbittlich. Ihr sehr aktiver, langjähriger Tanzlehrer Jamie King bezeichnet Madonna als eine Schwester im Geiste, weil sie sich ebenfalls keinen Urlaub gönnt und Verschnaufpausen misstrauisch gegenübersteht.

Für Madonnas Sticky and Sweet -Tournee bereiteten sich die beiden beispielsweise drei Monate lang gemeinsam vor - das erscheint kurz für das immense Spektakel, umso intensiver waren die Arbeitstage. Acht Stunden täglich wurden auf der Bühne perfekte Bewegungsabläufe einstudiert - 650 Stunden insgesamt. Viele weitere Stunden arbeiteten die beiden via Mail und Telefon am Feinschliff. Wie viel Körpereinsatz in einer solchen Show steckt, verrät ihr Equipment: Madonna reiste mit 100 Knieschonern im Tournee-Gepäck.

Ob es eine gute Idee ist, Madonna in Fitnessfragen nachzueifern, sei dahingestellt. Ihr Ex-Mann Guy Ritchie jedenfalls lästerte nach der Trennung: "Sex mit Madonna ist wie Kuscheln mit einem Stück Knorpel".

Das war gemein. Könnte aber eine wertvolle Warnung sein.

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