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Pommes frites im Test:McDonald's nur "befriedigend"

Pommes frites enthalten nicht nur viele Kalorien, sondern manchmal auch verdorbenes Fett und Schadstoffe. Das berichtet die Stiftung Warentest in ihrer aktuellen Zeitschrift "test".

Die Verbraucherexperten untersuchten Fritten von sieben Fast-Food-Ketten und Imbissen sowie aus einem Pommes-Automaten. Nur Burger King erhielt demnach "gute" Noten für seine Kartoffelstäbchen, während das Möbelhaus Ikea lediglich ein "mangelhaft" kassierte.

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Pommes frites: Acrylamid, Transfettsäuren und altes Fett

(Foto: Foto: dpa)

Viel Acrylamid bei McDonalds

Die Fritten von Ikea enthielten demnach viele schädliche Transfettsäuren, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Auch Marktführer McDonald's bekam nur ein "befriedigend", weil auch seine Pommes gesundheitlich nicht unbedenklich waren. Hier fanden die Tester reichlich Acrylamid.

Der Stoff löst im Tierversuch Krebs aus und kann das Erbgut schädigen. Noch mehr Acrylamid steckte nur in den Kartoffenstäbchen von Wienerwald. Bei Burger King war zwar das Frittierfett in Ordnung und Acrylamid kein Thema. Allerdings enthielten auch die Sieger-Fritten viel Fett, was vor allem daran liegt, dass sie dünn sind. So haben sie eine größere Oberfläche, die viel Frittierfett aufsaugt.

Pommes nicht als Fast Food

In diesem Punkt schnitten die dicken Fritten zum Beispiel von Nordsee und Karstadt besser ab, die wie der Anbieter Kentucky Fried Chicken mit "befriedigend" bewertet wurden.

Überrascht haben die Pommes vom Automaten. Sie hatten das wenigste Fett und die günstigsten Nährwerte, weil sie mit Heißluft erwärmt werden und nicht wie üblich vor dem Verkauf erneut im heißen Öl landen. Allerdings wiesen die Tester verdorbenes Fett nach.

Generell raten die Verbraucherexperten davon ab, Pommes einfach mal zwischendurch zu naschen. Sie enthalten so viele Kalorien, dass sie allenfalls Teil einer Hauptmahlzeit sind. 2005 wurden in deutschen Restaurants und Kantinen satte 146.000 Tonnen der frittierten Kartoffelstäbchen verspeist.

© AFP
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