Hat Friedrich Merz sich schon bei Sahra Wagenknecht bedankt? Nein? Grund dazu hätte er. Okay, es ist keine ganz naheliegende Vorstellung, nachdem diese Politikerin ihre ganze Karriere darauf aufgebaut hat, das „Finanzkapital“ zu kritisieren, den Kapitalismus insgesamt und Männer wie Friedrich Merz ganz besonders. Aber tatsächlich, irgendein humorbegabter Weltgeist hat es so gewollt: Am vorläufigen Ende von Sahra Wagenknechts politischer Karriere ist es ihre historische Rolle geworden, den CDU-Chef zu retten. (Wider Willen, vermutlich. So ist das mit den historischen Rollen ja oft.)
BrandmauerdebatteKein Grund zu verzweifeln
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Fünf Landtagswahlen stehen in diesem Jahr an, und die AfD wird die Union weiter in Bedrängnis bringen – wenn nicht ein Gegenmittel hilft, das gerade in Berlin erprobt wird. Eine Vorschau auf das politische Jahr 2026.
Von Ronen Steinke
