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Beziehungs-Hopping von Politikern:Mächtig verliebt

Macht macht nicht einsam, im Gegenteil: Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht beweisen derzeit einmal mehr die Anziehungskraft von Politikern. Sie sind nicht die ersten, die einen schlagzeilenträchtigen Partnerwechsel vollziehen. Prominente Beispiele von Brüchen und Neuanfängen.

Lena Jakat

12 Bilder

CHRISTA MÜLLER - DIE FRAU AN OSKAR LAFONTAINES SEITE

Quelle: DPA

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Macht macht nicht einsam, im Gegenteil: Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht beweisen derzeit einmal mehr die Anziehungskraft von Politikern. Sie sind nicht die ersten, die einen schlagzeilenträchtigen Partnerwechsel vollziehen. Prominente Beispiele von Brüchen und Neuanfängen.

Er tat es schnoddrig und bemüht beiläufig. Am Ende seiner einstündigen Rede stellte Oskar Lafontaine auf dem Landesparteitag der Linken ganz en passent seine neue Freundin vor, Sahra Wagenknecht. Die 42-jährige Politikerin hatte Lafontaine nach Saarbrücken begleitet. "Das hat einen ganz einfachen Grund", sagte der Politiker. "Ich lebe seit einiger Zeit getrennt und bin seit einiger Zeit mit Sahra eng befreundet."

Lafontaine ist seit 1993 mit Christa Müller (im Bild) verheiratet, das Paar hat einen 14 Jahre alten Sohn, zu dessen Geburt Lafontaine der Presse einst einen seltenen Einblick in sein Privatleben gegeben hatte.

Landesparteitag der Saar-Linken

Quelle: dapd

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Auch für die Linkspolitikerin Sahra Wagenknecht geht mit der neuen Liaison eine langjährige Ehe zuende: 1997 heiratete sie am 5. Mai - dem Geburtstag ihres erklärten Idols Karl Marx - den Filmproduzenten, Journalisten und Gesinnungsgenossen Ralph-Thomas Niemeyer.

Der äußerte sich in seinem Blog, wenn auch verschwurbelt, so doch äußerst verständnisvoll über die Neuorientierung seiner Frau: Ihre Beziehung habe längst eine höhere Stufe erreicht, schreibt Niemeyer, "die es einschließt, dem anderen von ganzem Herzen das Beste zu wünschen, die Erfüllung zu finden, die dieser sucht." Etwas irritierend klingt die Ergänzung: "Wir haben eine andere Form der Liebe gefunden, die einschließt, daß ich mich auch Oskar verbunden fühle." Nicht immer jedoch gehen Politiker-Beziehungen so lautlos in die Brüche.

Landtagssitzung mit Boetticher

Quelle: dpa

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Für ihn hatte sein Liebesleben berufliche Konsequenzen: Im August musste der CDU-Landeschef von Schleswig-Holstein, Christian von Boetticher, zurücktreten, weil er ein Verhältnis mit einer 16-Jährigen eingeräumt hatte. Zwar beteuerte der 40-Jährige stets, zu dieser Zeit nicht mehr mit seiner Langzeit-Freundin liiert gewesen zu sein. Aber spätestens, als angeblich eine Heiratsurkunde aus den Vereinigten Staaten auftauchte, kochten Gerüchte über die Affäre als Trennungsgrund fast über.

In den vergangenen Jahren sorgte Boetticher wieder für Geraune, als er ...

24. Bundesparteitag der CDU

Quelle: dapd

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... am Abend des CDU-Bundesparteitags in Leipzig mit Annette Fröhlich ein Tänzchen wagte. Der Name der Bundestagsangestellten ist unauslöschlich mit einem Skandal aus dem Jahr 2007 verknüpft.

Horst Seehofer begrüßt belgisches Königspaar in München, 2011

Quelle: Alessandra Schellnegger

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Damals wurde öffentlich, dass der damals noch designierte CSU-Chef Horst Seehofer mit Fröhlich ein sehr enges Verhältnis verband - und ein Kind. Anna Felicia Fröhlich kam im Juni 2007 zur Welt.

Im Bild: Karin und Horst Seehofer warten vor dem Münchner Prinz-Carl-Palais auf König Albert II und Königin Paola von Belgien.

Fastnacht in Franken 2010

Quelle: ddp

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Der Skandal kostete Seehofer zunächst das Amt des Parteivorsitzenden. Einen Monat nach der Geburt seiner Berliner Tochter bekannte sich Seehofer öffentlich zu seiner Frau Karin und der Familie in Bayern. Ein Jahr später klappte es dann auch mit der Wahl zum CSU-Chef - und zum Ministerpräsidenten.

Günther und Inken Oettinger; dpa

Quelle: dpa

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Aller Programmatik zum Trotze sind es gerade konservative Politiker, die mit ihrem Liebesleben Schlagzeilen machen: Im Dezember 2007 gaben der damalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Günther Oettinger, und seine Frau Inken (im Bild) nach 13 Jahren Ehe ihre Trennung bekannt. "Meine Frau war zunehmend unglücklich mit der Belastung durch Termine und Öffentlichkeit", sagte Oettinger. Ein Jahr später stellte EU-Kommissar für Energie die 25 Jahre jüngere Veranstaltungsmanagerin Friederike Beyer als seine neue Partnerin vor.

Christian Wulff; Freundin Bettina Körner; AP

Quelle: AP

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Es sah nicht immer so aus, als würde sie auf Schloss Sanssouci einziehen: Noch 2007 war der damalige Ministerpräsident von Niedersachsen mit seiner ersten Frau Christiane verheiratet. Doch schon ein Jahr später schloss der Bundespräsident die zweite Ehe, mit der Medienreferentin Bettina Wulff. Die beiden haben aus ihren früheren Beziehungen jeweils ein Kind und gemeinsam einen Sohn.

THEO WAIGEL TANZT MIT SEINER FRAU

Quelle: DPA

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Theo Waigel schaffte es bis zur Silberhochzeit, doch nach 27 Jahren Ehe war Schluss: 1993 ließ sich der CSU-Politiker von seiner ersten Frau scheiden, im Jahr darauf heiratete der damalige Bundesfinanzminister die ehemalige Skirennläuferin Irene Epple. 1980 hatte die Allgäuerin bei den Olympischen Spielen in Lake Placid  die Silbermedaille im Riesenslalom gewonnen. 

Wolfgang Tiefensee; Annette Bender; dpa

Quelle: dpa

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Kurz bevor er in Merkels erstes Kabinett als Verkehrsminister einzog, gab SPD-Politiker Wolfgang Tiefensee im Sommer 2005 die Trennung von seiner Frau bekannt, mit der er vier Kinder hat - nach fast 30 Jahren Ehe. Sehr verliebt und verschmust zeigte er sich zwei Jahre darauf auf dem Bundespresseball mit seiner neuen Partnerin Anette Bender.

Minu Barati-Fischer, Joschka Fischer

Quelle: AP

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Der große Ball in Berlin scheint ein beliebter Ort, um pikante Verbindungen offiziell zu machen: Joschka Fischer trat dort 2004 zum ersten Mal in Begleitung von Filmproduzentin Minu Barati auf. Im Jahr darauf schloss der Grünen-Politiker mit der Tochter eines iranischen Oppositionellen in Rom Ehe Nummer fünf. Das Bild entstand beim Bundespresseball 2008.

Hillu und Gerhard Schröder

Quelle: SZ

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Etwas länger her ist das spektakuläre Beziehungs-Aus von Fischers früherem Koalitionspartner: 1997 trennte sich Hiltrud von Gerhard Schröder. Als vermeintlicher Trennungsgrund kursiert nach wie vor, dass "Hillu" ihrem Gerd keine Currywurst zubereiten wollte.

Obwohl sie mit seiner Bewerbung um die SPD-Kanzlerkandidatur zusammenfiel, schadete die schlagzeilenträchtige Trennung Schröders politischen Ambitionen nicht: Er schaffte den Sprung aus der niedersächsischen Staatskanzlei ins Kanzleramt. Schröder ist seit 1997 in vierter Ehe mit Doris Köpf verheiratet.

© sueddeutsche.de/leja/vs
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