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Moderne Mythen:Erzähl doch mal

Familie von der Leyen

So sieht eine gute Story aus: Ursula von der Leyen 2005 mit ihrem Mann, den sieben Kindern und Pferd im heimischen Garten.

(Foto: Jochen Luebke/ddp)

Ursula von der Leyen hat es kürzlich vorgemacht: Mit einer richtig guten Story kann man es weit bringen - denn wir alle lieben gute Geschichten. Ein Gastbeitrag von Bernhard Pörksen über die Macht des Narrativs.

Der Sog der Story, die Macht einer Geschichte, die einen mitreißt und manipuliert, wurde mir vor ein paar Jahren an einem Nachmittag im Winter so richtig klar. Ich hantierte gerade - ein paar Hundert Studierende waren schon da - an einem bedrohlich pfeifenden und fiependen Uni-Mikrofon herum, kurz vor dem Start der Vorlesung. Da kam ein junger Mann in Anzug und Krawatte auf mich zu. "Herr Pörksen", so sagte er, "ich habe vor genau zwei Jahren meine Freundin in einer Vorlesung kennengelernt. Und jetzt besuchen wir beide Ihre Vorlesung. Ich brauche nur ein paar Minuten Ihrer Zeit. Ich will ihr heute, bevor Sie zum Ende kommen, einen Heiratsantrag machen. Hier im Saal, vor allen Leuten."

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