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Philippa Middleton:Traumjob gestrichen

Seit ihrem Auftritt als Trauzeugin bei der Hochzeit ihrer Schwester sorgt Pippa in der Öffentlichkeit für Wirbel. Keine guten Voraussetzungen für eine Hofdame an der Seite der Herzogin von Cambridge.

Der 29. April 2011 war nicht nur der schönste Tag im Leben von Catherine Mountbatten-Windsor, damals noch bekannt unter ihrem bürgerlichen Namen "Kate" Middleton. Es war auch der Tag, an dem ihre Schwester Philippa, die alle "Pippa" nennen, ins Rampenlicht rückte - als Trauzeugin an der Seite der Braut.

Frühere Zeiten: Das Foto aus dem Familienalbum der Middletons zeigt die Schwestern Kate (l.) und Pippa mit ihrem Vater in Jordanien.

(Foto: AP)

Wie entzückend sie aussah in ihrem weißen, eng anliegenden Designerkleid aus dem Hause Alexander McQueen. Dass die Farbe weiß traditionell der Braut vorbehalten ist, war der süßen Pippa offenbar nicht bewusst. Sonst hätte sie darauf sicher Rücksicht genommen.

Beinahe könnte man vergessen, wie das Hochzeitskleid der Braut ausgesehen hatte. Welcher Designer hatte es nochmal entworfen? Dafür blieb der ganzen Welt in Erinnerung, welch gute Figur die anmutige 27-Jährige machte, als sie sich - dem Portal der Westminster Abbey zugewandt - hinter ihrer Schwester bückte, um deren Schleppe aufzuheben.

Seit diesem Tag hat Pippas Hintern eine eigene Facebook-Seite, auf der sich bei der letzten Zählung 230.281 Fans einfanden. "Her Royal Hotness", wie sie die Medien seither nennen, gibt sich geschmeichelt und zeigt den Kameras ihr Lächeln.

Doch wie lange wird es Catherine Mountbatten-Windsor gelingen, denTrubel um ihre Trauzeugin und engste Vertraute mit Fassung zu tragen? Eigentlich wollte die Herzogin ihre Schwester zur Hofdame ernennen. Nun sieht es so aus, als ob sie es sich anders überlegt hätte. Wie die Bunte berichtet, will die Frau von Prinz William auf eine Hofdame verzichten.

Wurde der 29-Jährigen die Hysterie um Pippa zu viel? Durchaus denkbar, dass Pippa weiterhin die Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde, selbst in Anwesenheit der Herzogin - in der Tat eine peinliche Situation.

Seit der königlichen Hochzeit hat sich die Presse der hübschen jungen Frau an die Fersen geheftet. Jeder Auftritt, jedes Outfit, jeder männliche Begleiter gibt Anlass zu Spekulationen. Ob als Teilnehmerin beim Blenheim-Triathlon im britischen Woodstock oder auf den Zuschauerrängen beim "French Open"-Turnier in Paris: Wo Pippa auftaucht, gibt es Aufregung. Selbst auf dem Weg zum Physiotherapeuten wird sie abgelichtet - natürlich von hinten, weil sie Hosen trägt.

Schwester Catherine geht derweil ihren Pflichten nach. Bei öffentlichen Auftritten schwärmt man von ihren Kleidern, die jedesmal einen Run auf die Kaufhäuser auslösen. Trotz allem kann die Taufe eines Schlauchbootes oder der Besuch einer Schule nicht mithalten, wenn Pippa unterdessen auf einer Yacht vor Ibiza beim Wechseln des Bikinioberteils gesichtet wird.

Die Herzogin von Cambridge bleibt nach außen hin unaufgeregt und bewahrt Haltung. Dennoch fällt auf, dass die Middleton-Schwestern sich seit der Hochzeit nicht mehr Seite an Seite in der Öffentlichkeit gezeigt haben.

Nun wird Prinz William und seiner Frau also lediglich ein Haushälter zur Hand gehen. Nach Angaben des Magazins Us Weekly wird sich der Angestellte um die Wohnung und die Wäsche kümmern sowie Besorgungen machen. Eine andere Hofdame anstelle von Pippa wird Catherine nicht wählen - schon allein, um ihre Schwester nicht zu brüskieren. Man muss ja Rücksicht nehmen.

© sueddeutsche.de/vs

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