Pazifismus:Der Traum vom Frieden

Lesezeit: 8 min

Pazifismus: Eine klare Botschaft - doch wie man Frieden und Freiheit in Einklang bringt, bleibt eine schwierige Frage.

Eine klare Botschaft - doch wie man Frieden und Freiheit in Einklang bringt, bleibt eine schwierige Frage.

(Foto: Martin Wagner/Imago)

Schon im Kaiserreich diskutierten Pazifisten, ob Waffengewalt gegen einen Aggressor legitim ist. Der Ukraine-Krieg zeigt jetzt wieder, wie schwer sich die Friedensbewegung mit dieser Frage tut. Eine historische Einordnung.

Von Paul Munzinger

Im April 1917, mitten im Ersten Weltkrieg, stand in München eine Lehrerin wegen "pazifistischer Treibereien" vor Gericht. Marie Zehetmaier hatte unter anderem Friedenspetitionen an den Reichskanzler zur Unterschrift ausgelegt und einen Brief an den berühmten Pazifisten Alfred Hermann Fried verfasst, mit der Bitte, dessen "Handbuch der Friedensbewegung" für eine Broschüre verwenden zu dürfen. Der Brief wurde abgefangen und Marie Zehetmaier vor Gericht gestellt, wo sie schließlich freigesprochen wurde. Ein Arzt hatte ihr bescheinigt, "infolge geistiger Überarbeitung zu Wahnideen" gekommen zu sein.

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