Städtevergleich Wien ist die lebenswerteste Metropole der Welt

Blick vom Wiener Stephansdom über die Innere Stadt

(Foto: imago/Photocase)
  • Wien hat Melbourne nach sieben Jahren als lebenswerteste Stadt der Welt abgelöst.
  • Frankfurt am Main belegt in der Rangliste als beste deutsche Stadt Platz zwölf. Vier weitere deutsche Städte sind unter den Top 30.
  • Insgesamt wurden für das Ranking 140 Großstädte nach Kriterien wie Infrastruktur, Bildung, Gesundheitsversorgung, Stabilität und Kultur miteinander verglichen.

In der Rangliste der lebenswertesten Städte der Welt hat es nach sieben Jahren erstmals wieder einen Wechsel an der Spitze gegeben: Österreichs Hauptstadt Wien führt das Ranking des Nachrichtenmagazins The Economist nun knapp vor der australischen Millionenmetropole Melbourne an.

Wien profitiert von seiner niedrigen Kriminalitätsrate und der in den vergangenen Monaten gesunkenen Bedrohung durch Terrorismus in Europa. Bereits in den vergangenen Jahren lagen Wien und Melbourne im Ranking dicht beieinander. Die australische Stadt hatte jedoch stets knapp die Nase vorn.

Auf den weiteren Plätzen folgen Osaka (Japan), Calgary (Kanada) und Sydney (Australien). Hamburg als zuletzt einzige deutsche Stadt unter den besten zehn flog aus den Top Ten heraus und liegt nur noch auf Rang 18. Die Lebensqualität in der Hansestadt hat sich zwar nicht verschlechtert, andere Städte haben sich jedoch verbessert und sind an Hamburg vorbeigezogen. Die am besten platzierte deutsche Stadt ist in diesem Jahr Frankfurt am Main (12.). Auch Berlin (21.), München (25.) und Düsseldorf (28.) haben es unter die 30 lebenswertesten Städte der Welt geschafft.

London liegt im Ranking nur auf Platz 48 - es ist zu groß

Die regelmäßig erscheinende Rangliste der "Economist's Intelligence Unit" (EIU) wird jedes Jahr viel beachtet. Insgesamt wurden dafür 140 Großstädte nach Kriterien in den fünf Kategorien Infrastruktur, Bildung, Gesundheitsversorgung, Stabilität sowie Kultur und Umwelt miteinander verglichen. Wien und Melbourne erhielten die maximale Punktzahl in den Kategorien Gesundheitsversorgung, Bildung und Infrastruktur.

Auf den Plätzen sechs bis zehn landeten Tokio, Vancouver und Toronto (jeweils Kanada), Kopenhagen (Dänemark) und Adelaide (Australien). Laut EIU würden in der Studie vor allem mittelgroße Städte mit relativ niedriger Bevölkerungsdichte in wohlhabenden Ländern gut abschneiden. Größere und bevölkerungsreichere Städte tendierten zu höheren Kriminalitätsraten und einer überstrapazierten Infrastruktur. London beispielsweise belegt im Ranking Platz 48, New York sogar nur Rang 57.

Ganz unten auf der Liste stehen Damaskus (Syrien), Dhaka (Bangladesch), Lagos (Nigeria), Karatschi (Pakistan) und Port Moresby (Papua-Neuguinea). Einige der vermeintlich gefährlichsten Städte der Welt wie Bagdad (Irak) oder Kabul (Afghanistan) wurden gar nicht erst untersucht.

Die Rangliste ist nicht zu verwechseln mit dem Städte-Ranking, das vom Beratungsunternehmen Mercer jährlich herausgegeben wird. Darin wurde Wien im März bereits zum neunten Mal hintereinander als lebenswerteste Stadt der Welt ausgezeichnet. Gefolgt von Zürich und München.

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