Deutscher AlltagFahrplan und Fatalismus

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Eine Frau, die sich stellt, wenn nichts mehr fährt: Bahn-Chefin Evelyn Palla bei einem winterlichen Pressestatement im Januar 2026.
Eine Frau, die sich stellt, wenn nichts mehr fährt: Bahn-Chefin Evelyn Palla bei einem winterlichen Pressestatement im Januar 2026. Moritz Frankenberg/dpa

Dann ist das eben so: Als Kunde der Deutschen Bahn fährt man besser, wenn man sich in sein Schicksal fügt.

Kolumne von Kurt Kister

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Wer Anfang Januar mit der Bahn von München nach Weimar fährt, ist selbst schuld. Im Januar schneit es manchmal, und die Bahn, ein notorisch unzuverlässiges Fortbewegungsmittel, ist schon bei Sonnenschein problematisch. Wenn es schneit, steht man zum Beispiel stundenlang auf dem Bahnsteig in Erfurt, wo immer wieder weitgehend nutzlose bis widersprüchliche Ankündigungen darüber gemacht werden, wie viele Minuten oder Stunden dieser oder jener Zug schon Verspätung hat, aber nicht, ob er grundsätzlich auf der Strecke ist, möglicherweise irgendwann doch noch kommt oder ob ihn der Große Zugfresser verspeist hat. Sich über die Bahn aufzuregen, bringt allerdings ähnlich wenig, wie wenn man über Donald Trump oder einen vereiterten Backenzahn schimpft.

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