Das Chaos wohnt in einem Randbezirk von München, zwischen Reihenhäusern mit Spitzdach und einer Ladestation für E-Autos. Seine Klingel sieht aus wie ein Lichtschalter. Einmal klingeln, zweimal, warten. Griff zum Handy – „Oh, ich war in der Werkstatt im Keller, ich habe Sie gar nicht gehört!“ –, und dann steht Gabriel Schneck in der Tür. Ein Mann in den Sechzigern, mit Filzpantoffeln und einer Sonnenfinsternis auf dem Bauch. (Ein Albumcover der Techno-Gruppe Tangerine Dream, wie er später erzählt.)
Erfinder des TripendulumMeister des Chaos
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Seit vier Jahrzehnten baut Gabriel Schneck Chaospendel – Konstrukte, deren Bewegungen nicht berechenbar sind. Jetzt sind sie beliebt wie nie. Vielleicht, weil sie in einer unübersichtlichen Welt auch eine tröstliche Botschaft bieten.
Von Julia Schymura