
Warten auf den Waffenstillstand: Im Schneidersitz auf der Motorhaube eines alten Mercedes blickt diese vertriebene Frau in ihr Smartphone. Sie ist vor dem Krieg zwischen den USA und Iran nach Sidon in Libanon geflüchtet. Nach der Bekanntgabe des Rahmenabkommens zur Beendigung des Konflikts will sie nun in ihr Dorf zurückkehren.

Warten auf den Käfig: Der brasilianische Mixed-Martial-Arts-Kämpfer Mauricio Ruffy wärmt sich mit ein paar Kicks im Weißen Haus auf. Gleich wird er sich auf dem Südrasen des Amtssitzes des Präsidenten der Vereinigten Staaten prügeln – zur Belustigung von Donald Trump bei dessen Geburtstagsparty. Ist das eine Büste von Abraham Lincoln im Hintergrund? Was würde er wohl zu dem Spektakel sagen?

Warten auf den Frieden: Eine Ukrainerin blickt auf ein zerstörtes Wohnhaus in Kiew, das bei einem russischen Angriff getroffen worden ist.

Warten auf den nächsten Gegner: Nach dem Sieg der Deutschen bei ihrem WM-Auftaktspiel gegen Curaçao bilden Spieler beider Länder einen Kreis und beten gemeinsam. Torschütze Felix Nmecha erklärte später: „Wir sind im Spiel Gegner und nach dem Spiel alle Christen und Brüder. Dann haben wir einfach ein kleines Gebet zusammen gemacht.“ Das nächste Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste findet am Samstag statt, Curaçao muss Sonntagnacht gegen Ecuador ran.

Warten, dass sich der Nebel verzieht: Roter Rauch umwölkt Polizisten in Kampfausrüstung mit Schutzschilden und Gummigeschosswaffen. Während einer Kundgebung der „No-G7“-Koalition in Genf hat jemand einen Tag vor Beginn des Gipfels eine Rauchbombe auf die Einsatzkräfte geworfen.

Warten auf den Sommer: Ein Streifen rot leuchtender Klatschmohn zieht sich durch ein Gerstenfeld in Nordrhein-Westfalen. Die markanten Blüten öffnen sich von Mai bis Juli, die Pflanze ist pflegeleicht und braucht nur wenig Wasser.