
Wasserträger: Zum dritten Mal innerhalb von zehn Tagen ist in ganz Kuba der Strom ausgefallen. Kraftwerke und Leitungen in dem sozialistischen Inselstaat sind marode. Wegen eines US-Embargos fehlt Öl zur Energieerzeugung. Dieser Mann muss Wasser in Kanistern in seine Wohnung in der Hauptstadt Havanna schleppen, weil die Pumpen nicht funktionieren.

Wolllieferanten: Eine strenge Jury begutachtet die Schafe auf der Great Yorkshire Show. Die Agrarmesse in der englischen Ortschaft Harrogate findet in diesem Jahr zum 167. Mal statt. Züchter schicken mehr als 8500 Tiere ins Rennen um die begehrten Auszeichnungen. Weitere Disziplinen sind unter anderem Schafscheren, Hufschmieden, Bienenzucht und Springreiten.

Banges Warten: Vor einem Krankenhaus in Bangkok halten Angehörige das Bild einer Frau in den Händen, die seit dem Brand in einer Bar in der Nacht auf Montag vermisst wird. 30 Menschen kamen in der Feuersbrunst ums Leben. Solange nicht alle Opfer identifiziert sind, geben Freunde und Verwandte die Hoffnung nicht auf.

Weltmeisterschaft: Vor dem Halbfinalspiel gegen Argentinien wurde der Amtssitz des britischen Premierministers in 10 Downing Street mit englischen Fahnen verziert. Der Hausherr hat derzeit wenig Anlass zum Feiern; seit seinem Rücktritt im Juni ist Keir Starmer nur noch geschäftsführend im Amt. Ein Sieg des Fußball-Nationalteams wäre ein willkommenes Abschiedsgeschenk.

Venezuela: Eine Helferin verteilt Hygieneartikel an Menschen, die bei dem Erdbeben vor drei Wochen ihr Zuhause verloren haben. Inzwischen wurden mehr als 4700 Tote geborgen. Bei den Überlebenden wächst der Unmut über die Regierung von Interimspräsidentin Delcy Rodríguez.

Wucher: Nachdem wilder Algenwuchs dem US-Präsidenten die Freude am Reflecting Pool vor dem Lincoln Memorial verdorben hat, wurde am Dienstag das Wasser abgelassen, um das Becken gründlich zu reinigen. Von der blauen Farbe, die Arbeiter erst vor wenigen Wochen auf Trumps Geheiß hin auftrugen, ist nichts mehr zu sehen.

Windschatten: Reifen an Reifen rast das Hauptfeld der Tour de France auf der Strecke zwischen Aurillac und Le Lioran an diesem Café im Französischen Zentralmassiv vorbei. Der Wirt verfolgt das Spektakel hinter seinem Tresen. Bestimmt bringen die Fans nach Stunden in der Sonne einen guten Durst mit.