DDR-GeschichteSklaverei im Sozialismus

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„Integration war nicht gewollt.“ Mosambikanische Arbeiter 1979 in einer Textilfabrik in der Oberlausitz.
„Integration war nicht gewollt.“ Mosambikanische Arbeiter 1979 in einer Textilfabrik in der Oberlausitz. Imago

Als Adelino Massuvira João 1980 aus Mosambik in die DDR kommt, träumt er von einer Ausbildung. Heute weiß er: Er war Teil eines zynischen Deals zwischen zwei sozialistischen Staaten. Ein vergessenes Kapitel deutscher Geschichte.

Von Christin Lesker

Die Ankunft in der DDR trifft Adelino Massuvira João wie ein Schlag. Als sich am 2. Dezember 1980 die Flugzeugtüren am Flughafen Schönefeld öffnen, fühlt er sich „wie vom Backofen in den Gefrierschrank“ versetzt. In Mosambik, wo er wenige Stunden zuvor gestartet ist, hatte es noch 30 Grad. Nun sitzt er, in Decken gewickelt und eng an seinen Kumpel gedrückt, auf der Rückbank eines Autos und fährt durch das weiß verschneite Ost-Berlin. Niemand hat ihm gesagt, dass es in Deutschland so kalt sein würde.

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