Psychologie„Die Daten zeigen: Mobber sind oft die beliebten Kinder“

Lesezeit: 7 Min.

(Foto: Illustration: Katharina Wutta)

Mobbing unter Kindern und Jugendlichen gab es schon in der Antike, sagt der kanadische Entwicklungspsychologe Anthony Volk. Auch weil Erwachsene darin durchaus Vorteile sahen.

Interview von Sebastian Herrmann

Auf der einen Seite sind Kinder die Unschuld auf zwei Beinen. Auf der anderen Seite können sie bemerkenswert gemein und grausam zu anderen Kindern sein. Wenn Jungen oder Mädchen Gleichaltrige auf dem Schulhof drangsalieren, Gerüchte über sie im Klassenchat verbreiten, sie ausschließen oder auf andere Weise fertigmachen, wird das meist als Mobbing bezeichnet. In den üblichen kulturpessimistischen Reflexen lassen sich Erwachsene häufig zu der Ansicht hinreißen, dass diese Art des Verhaltens vor allem ein Phänomen der Moderne sei. Der Wissenschaftler Anthony Volk widerspricht dieser Lesart: Im Fachjournal Aggression and Violent Behavior hat der Entwicklungsforscher von der Brock University in St. Catharines, Kanada, Belege dafür zusammengetragen, wie Kinder einander quer durch die Geschichte drangsaliert und gemobbt haben.

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