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Marathon & Co.:Ausdauersport bis der Arzt kommt

Ausdauersportler gönnen ihrem Körper oft zu wenig Erholung. Den Athleten drohen Schäden und Knochenbrüche.

Ausdauersportarten wie Marathonlauf, Triathlon oder Radrennen werden immer beliebter. Doch übermäßiger Ehrgeiz kann Hobbysportlern schnell die gewünschte "Karriere" beenden. Wer seine Leistung zu schnell steigern will und zu intensiv trainiert, riskiert, dass Reparaturmechanismen im belasteten Gewebe nicht mehr greifen können.

(Foto: Foto: medical-tribune)

Sportmediziner David D. Cosca warnt in der Fachzeitschrift American Family Physician davor, dass vor allem an Sehnen, Bändern und Knochen in Bein, Knie und Fuß zu Schäden kommen kann. Derart geplagten Sportlern helfen dann nur nochTrainingspausen und kühlende Umschläge.

Aber auch ernstere Probleme können dem Ausdauersportler zu schaffen machen. Häufig tritt nach zu großer Belastung ein Kollaps ein: Nach dem Sport sackt das Blut in die Beine ab. Dagegen hilft das Anheben der Beine und ruhiges Liegen.

Gefährlicher Salzmangel Weitaus gefährlicher als der Kollaps ist ein Mangel an Natrium im Blut, der sich mit den gleichen Symptomen äußern kann: Wer zu viele Getränke mit zu wenigen Mineralien zu sich nimmt, verdünnt damit sein Blut.

Betroffen sind davon vor allem Frauen und langsame Läufer mit zu vielen Trinkpausen. Verhindern lässt sich der Salzmangel, indem der Sportler nur nach Bedarf trinkt und sich auf 400 bis 800 Milliliter pro Stunde beschränkt.

Ein weiteres bekanntes, aber noch nicht völlig verstandenes Problem ist übertriebenes Training. Der Körper kann sich anschließend schlechter an veränderte Situationen anpassen und der Kreislauf droht zusammenzubrechen.

Typische Symptome sind Abgeschlagenheit, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, schwere Beine, Leistungsknick sowie häufige Verletzungen und Krankheiten. Diese Symptome dauern auch nach mehr als zweiwöchiger Sportpause an. Es bleibt in diesen Fällen nur eine mehrmonatige Trainingspause. Danach kann langsam wieder mit einem Aufbautraining begonnen werden.

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