bedeckt München

Historie:Weltstar mit Peitsche

Sie wusste, was sie wollte: Jules Laures Porträt von Lola Montez, 1845.

(Foto: Shim Harno/Alamy/mauritius images)

Die modernste Frau des 19. Jahrhunderts: Lola Montez verdrehte König Ludwig I. den Kopf und verdiente als Schauspielerin ein Vermögen. Eine Würdigung zu ihrem 200. Geburtstag.

Von Christian Mayer

Am 17. Februar ist internationaler Lola-Tag, und das muss man in diesem Fall wörtlich nehmen. Denn die Frau, die vor 200 Jahren im irischen Grange bei Sligo geboren wurde, war überall und nirgendwo zu Hause, eine Abenteurerin, die in ihrem viel zu kurzen Leben die Kontinente durcheilte wie sonst nur Naturforscher, Hochseekapitäne und Eroberer. Elizabeth Rosanna Gilbert, besser bekannt als Lola Montez, wird im kalifornischen Goldgräberort Grass Valley, wo sie zwei Jahre lebte, von der Stadtbibliothek mit einer internationalen Geburtstagsparty geehrt, für die Beiträge von Europa bis Australien angekündigt sind, auch der Lola-Montez-Nightclub in Sligo möchte zum runden Geburtstag auf die prominente Namensgeberin anstoßen. Auf dem Green-Wood Cemetery in Brooklyn wollen amerikanische Historiker einen Kranz an ihrem Grab niederlegen. Und dann wäre natürlich noch München, wo man sich mit gemischten Gefühlen an die Liebesaffäre zwischen dem König und der Tänzerin erinnert.

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