Buchautorin Lilli TollkienEine Frau muss nicht gefangen bleiben

Lesezeit: 9 Min.

Die Schriftstellerin Lilli Tollkien im Treppenhaus des linksalternativen Hausprojekts ihrer Kindheit – es steht Modell für ihren Debütroman.
Die Schriftstellerin Lilli Tollkien im Treppenhaus des linksalternativen Hausprojekts ihrer Kindheit – es steht Modell für ihren Debütroman.
Foto: Ludwig Nikulski

Antiautoritäre Erziehung und sexuelle Gewalt: Lilli Tollkiens Roman über eine Kindheit in einer linken Berliner Männer-WG ist für den Deutschen Buchpreis nominiert. Ein Spaziergang durch ihr altes Leben.

Von Constanze von Bullion

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Erfolg also. Ein ungewohnter Weggefährte. Und dann dieses ganze Interesse an ihrer Person. Lilli Tollkien muss sich daran noch gewöhnen. Sie hat die Dinge von sich abgestreift, soweit das eben möglich ist, sagt sie. Jetzt aber steht sie wie gefangen in diesem Hausflur, eine Frau im Sommerkleid zwischen Wänden voller Graffiti. Sie fremdelt in ihrem früheren Zuhause. Kein Wunder eigentlich.

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