Leute - Lauenförde:Deutz-Willi bleibt in diesem Jahr daheim

Deutschland
Der als "Deutz-Willi" bekannte Rentner Winfried Langner gestikuliert in seinem Traktor. Foto: Swen Pförtner/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Lauenförde (dpa/lni) - Niedersachsens bekanntester Treckerfahrer Deutz-Willi verzichtet in diesem Jahr auf seine Auslandstour. Die Gefahr durch das Coronavirus sei für ihren 84 Jahre alten Vater einfach zu groß, sagte Tochter und Krankenschwester Sabine Langner-Uslu. Winfried Langner, so der bürgerliche Name des Fahrers, bleibe deswegen im Frühjahr zu Hause an der Oberweser. Deutz-Willi wollte eigentlich im Mai Richtung Süddeutschland aufbrechen, Anfang Juni in Bayern ein Deutz-Treffen besuchen und dann weiter nach Südtirol tuckern. Dieses müsse aber nun abgesagt werden.

Mit seinem "Robert", einem 15 PS starken Deutz-Traktor Baujahr 1961, und seinem kleinen Wohnwagen namens "Schnecke" war Wilfried Langner in den vergangenen Jahren schon oft auf großer Tour: Mallorca, das Nordkap oder St. Petersburg in Russland waren einige seiner Stationen. 2019 war er in Großbritannien. Die Tour, die ihn bis nach Schottland führen sollte, brach er vorzeitig ab. Deutz-Willi fühlte sich von englischen Polizisten schikaniert. Sie hätten ihn immer wieder ohne Anlass kontrolliert, wiederholt stundenlang festgehalten und ihn verdächtigt, er sei zum Betteln auf die Insel gekommen.

Wenn sein Gesundheitszustand es erlaube, wolle ihr Vater im kommenden Jahr wieder auf große Fahrt gehen, sagte Langners Tochter. Ein Ziel stehe noch nicht fest.

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