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Lebenslauf:Dichtung und Wahrheit

Die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock war etwas ungenau bei ihrem Lebenslauf. Inzwischen hat sie sich dafür entschuldigt.

(Foto: Ronny Hartmann/AFP)

Der Lebenslauf ist der kleine Bruder der Autobiografie und ein Dokument, das die Deutschen sehr genau nehmen - wie der Fall Baerbock zeigt.

Von Kurt Kister

Die meisten Menschen, die Autobiografien schreiben, halten sich für so bedeutend, dass sie glauben, die Um- und später die Nachwelt müsse wissen, wie ihr Leben wirklich war. "Wirklich" ist eine außerordentlich subjektive Kategorie, die in so einem Fall nur beschreibt, was der Verfasser oder die Autorin der Selbstlebenserzählung für wahr, für wirklich hält. Eine Funktion einer Autobiografie ist die Verbreitung der subjektiven Wahrheit über ein Individuum durch dieses Individuum. Subjektive Wahrheit ist allerdings ein Widerspruch in sich.

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