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Lawinensprengung:Ein explosiver Job

Wenn große Schneemengen an den Hängen über Pisten und Straßen hängen, hilft nur eins: Sperren oder Sprengen.

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Nebelhorn im Allgäu: Dieser Kumpel hier soll einen Skifahrer darstellen, der gleich von einer Lawine verschüttet wird. Auf ihm liegt die Ladung Lawinensprengstoff, die die Schneemassen absprengen soll.

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Der Kumpel ist sicherheitsbewusst: Er trägt einen sogenannten Snowpulse, einen neuen Lawinenairbag, der sich um Kopf, Hals und Schultern öffnet und die Masse des Skifahrers vergrößern soll, damit er oben auf der Laeine bleibt und nicht verschüttet wird.

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Sprengmeister Alfred Stölzl ist skeptisch: Dichter Nebel hängt um das Nebelhorn, die Sicht ist schlecht. also bleibt vorerst nur: ...

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Warten. Mit dem Kumpel und der Bergwacht, ...

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.... die den Sprengmeister beim Platzieren der Sprengladung sichert. Stölzl macht sich in den Nebel auf und sucht nach einem geeigneten Platz für die Sprengladung, ...

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.... während der Kumpel noch wartet....

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Der Nebel ist hartnäckig, der Wind pfeift über das schmale Grat. Die Sprengladung...

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....bleibt vorerst noch liegen. Dann reißt es kurz auf...

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.... und Stölzl macht die Sprengladung bereit zum Zünden: In die 2,5 Kilo Sprengstoff wird ein Zündkabel platziert ...

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... sehr vorsichtig...

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.... und fixiert. Sobald die Ladung an ihrem Ort ist...

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... wird Stölzl die Zündung aktivieren...

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... und dann bleiben ihm vier Minuten, sich so weit wie möglich von der Ladung zu entfernen. Denn sowohl der Knall als auch die Druckwelle der Ladung sind nicht ohne.

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Doch es zieht wieder zu...

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... und nach einer kurzen Absprache per Funk mit den Pistenbetreibern beschließt Stölzl nicht zu sprengen. Zu groß ist das Risiko, ...

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.... dass weiter unten ein Variantenfahrer in den Hang einfährt ...

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...und die gesprengte Lawine jemanden verschütten könnte. Noch ein weiterer Hang am Gipfel des Nebelhorns ist abzusprengen, ...

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... und dort oben ist auch die Sicht besser, ...

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.... denn das Nebelhorn schaut seinem Namen gerecht oben aus den Schwaden. Die Sprengung glückt. Eine gewaltige Druckwelle ist zu spüren. Die Lawine geht ab. Diese riskante Art des Sprengens, bei der sich die Menschen selbst in das gefährdetete Gebiet begeben, wird allerdings immer seltener praktiziert. Viele Skigebiete platzieren mittlerweile fixe Sprengstationen an Lawinenstrichen, die bei Bedarf auf Knopfdruck gezündet werden, gleiches gilt für lawinengefährdete Zufahrtsstraßen.

(Text und Fotos: Birgit Lutz-Temsch)

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