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Laufsport:Ein Jogger in jedem zehnten Haus

Joggen ist gesund. Eine Umfrage hat nun ermittelt, wo in Deutschland man sich diesen Rat besonders zu Herzen nimmt.

Dass Joggen gut für Geist und Körper ist, ist keine Neuigkeit. Anscheinend nehmen sich nun immer mehr Deutsche die Empfehlung der Ärzte zu Herzen und ziehen sich regelmäßig die Laufschuhe an: Eine Untersuchung des Informationsdienstleisters microm hat ergeben, dass in mindestens jedem zehnten der rund 40 Millionen Haushalte in Deutschland ein Jogger lebt.

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In Großstädten gibt es einer Umfrage zu Folge die meisten Jogger.

(Foto: Foto: dpa)

Bei der Lauf-Freude gibt es jedoch große geografische Unterschiede: Die Menschen in Bayern, vor allem im Münchne Stadtteil Schwabing, seien demnach besonders oft in Turnschuhen unterwegs. Ganz im Gegensatz zu Ostdeutschland, wo es der Untersuchung nach die meisten Lauf-Muffel gibt. Über dem bundesweiten Durchschnitt liegen die Länder Bayern, Baden- Württemberg, Berlin und Hamburg. Hier beträgt der Anteil an Joggern zwischen 10,5 und 10,9 Prozent.

Dass Schlusslicht der Liste bilden die Landkreise Anhalt-Zerbst und Halberstadt in Sachsen-Anhalt mit je 3,1 Prozent. Allerdings ist dort der Altersdurchschnitt vergleichsweise höher.

Generell lässt sich sagen, dass in Großstädten und deren Umfeld mehr gelaufen wird, als auf dem Land. "In ländlichen Gebieten gehen die meisten Menschen eher in einen Sportverein und spielen dort zum Beispiel Fußball", sagt Sportwissenschaftler Oliver Wulf von der Universität Wuppertal. Auch der niedrigere Altersdurchschnitt in den Städten trage zu hohen Anteilen an Joggern bei.

Dabei ist Joggen selbst für ältere Menschen empfehlenswert: "Es gibt keine Sportart, die auf so viele Arten gut für unseren Körper ist", sagt Professor Uwe Tegtbur von der Medizinischen Hochschule Hannover. Regelmäßiges Joggen helfe, vielen Krankheiten vorzubeugen oder ihre Symptome zu lindern, so der Sportmediziner.

© www.sueddeutsche.de/dpa/aro/bre
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