Lagerfeld über Mager-Models "Runde Frauen will niemand sehen"

Modezar Karl Lagerfeld kann das Lästern nicht lassen: Jetzt mischt er sich in den Debatte um dickere Models ein.

Karl Lagerfeld, Modeschöpfer mit losem Mundwerk und einem offiziellem Alter von 71 Jahren, findet die Debatte über zu dünne Models "absurd". "Da sitzen dicke Muttis mit der Chips-Tüte vorm Fernseher und sagen, dünne Models sind hässlich", zitiert ihn das Nachrichtenmagazin Focus.

Die Welt der schönen Kleider habe aber schließlich mit Träumen und Illusionen zu tun, verteidigt Lagerfeld die Dürren. Runde Frauen wolle da niemand sehen.

Immer wieder wird kritisiert, dass die Modebranche zu dürre Frauen zeige. Zuletzt hatte jedoch die Frauenzeitschrift Brigitte für Aufsehen gesorgt, als sie ankündigte, keine extrem dünnen Models mehr zeigen zu wollen. Das Blatt will Mode künftig an Frauen mit normaler Figur präsentieren.

Im Nachrichtenmagazins Der Spiegel sagte Brigitte-Chefredakteur Andreas Lebert Anfang Oktober zur Begründung: "Die gesamte Branche ist magersüchtig." Models würden heute 23 Prozent weniger wiegen als normale Frauen.

"Seit Jahren müssen wir die Mädchen mit Photoshop dicker machen, die Schenkel, das Dekolleté", sagte Lebert. Das sei gestört und pervers. "Und was hat das noch mit unserer echten Leserin zu tun?"