Deutscher Alltag:Revitalisierende Ertüchtigung

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Das große Warten: Fahrgäste der S-Bahn am Münchner Stachus. (Foto: Sven Hoppe/dpa)

Einmal zum Mond und zurück: Über die Münchner S-Bahn-Pläne und die moderne Blähsprache, die beide kein Ende finden.

Von Kurt Kister

Wenn man in München am Stachus auf die S-Bahn wartet, hat man das Gefühl, der Krieg sei vielleicht doch noch gar nicht so lange her. Man sieht unverputzte Ziegelwände, irgendwelche Baugestänge, nackten Beton. Nun ist es in der teuersten Stadt Deutschlands ganz normal, dass zum Beispiel der Bau einer neuen S- und U-Bahn-Strecke länger dauert, als seinerzeit die Nasa brauchte, um Menschen auf den Mond zu schicken. (Wäre München die Nasa, hätten die Grünen einen fahrradtauglichen Ausbau der Strecke zum Mond gefordert, und Andrea Tandler sowie Alfred Sauter, die ÜBERHAUPT NICHTS mit der CSU zu tun haben, hätten die Provision dafür kassiert.) Andererseits hat der phänotypisch halbruiniert wirkende Zustand des S-Bahnhofs Stachus nicht einmal mit dem Mond oder der neuen Stammstrecke zu tun. Nein, es geht um etwas anderes: "Revitalisierung S-Bahn-Station München-Karlsplatz" steht auf einem großen Plakat.

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