Historie:Der verlorene Geist von Helsinki

Historie: Als die Bonner Entspannungspolitik in die KSZE mündete: Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD), der Erste Sekretär des Zentralkomitees der SED, Erich Honecker, US-Präsident Gerald Ford und Österreichs Kanzler Bruno Kreisky (von links) 1975 in Helsinki.

Als die Bonner Entspannungspolitik in die KSZE mündete: Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD), der Erste Sekretär des Zentralkomitees der SED, Erich Honecker, US-Präsident Gerald Ford und Österreichs Kanzler Bruno Kreisky (von links) 1975 in Helsinki.

(Foto: dpa/picture alliance/dpa)

Russland sabotiert im Ukrainekrieg die Friedensbemühungen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit, der OSZE. Dabei entstand die erfolgreiche Vorgängerin, die KSZE, 1975 sogar auf Anregung der Sowjetunion.

Von Nicolas Freund

An drei heißen Tagen im Juli und August 1975 schien es, als wäre der Kalte Krieg bereits endgültig vorbei. Nach jahrelangen Sondierungen, Verhandlungen und Vorbereitungen, die mancher wie zum Beispiel der Historiker Michael Cotey Morgan heute als "Abnutzungskrieg" bezeichnet, wurde bei der Zusammenkunft der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) in der finnischen Hauptstadt die "Schlussakte von Helsinki" unterzeichnet. Sie umfasst zehn Prinzipien, an denen sich die Beziehungen der teilnehmenden Staaten orientieren sollen, darunter der Verzicht auf die Anwendung von Gewalt oder auch nur ihrer Androhung und die friedliche Regelung von Streitfällen.

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