Interview mit Klimaforscher "Verbraucher haben Einfluss"

Hans Joachim Schellnhuber: "Das Argument, dass ich allein nichts ausrichten kann, ist natürlich die allertörichteste aller Schutzbehauptungen".

(Foto: dpa)

Der Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber erklärt, wie Umweltschutz funktionieren kann - und warum es töricht ist zu glauben, man könne als Einzelner nichts ausrichten.

Interview von Meredith Haaf

Was ist das Mindeste, das ein Mensch heute für den Klimaschutz tun sollte?

Das Allermindeste ist, das Problem überhaupt zur Kenntnis zu nehmen. Dem Klimawandel können wir uns nicht durch Verdrängung entziehen. Der Erkenntnis sollten natürlich konkrete Handlungen folgen, aber der "Elefant im Zimmer" muss als solcher erst wahrgenommen werden.

Hans Joachim Schellnhuber

Der ­Professor für Theoretische Physik ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung für ­Globale Umweltveränderungen. Er formulierte die Zwei-Grad-Grenze, die im Pariser Klimaabkommen beschlossen wurde.

Über zwei Drittel der weltweiten CO2-Emissionen werden von 90 Konzernen verursacht. Warum muss denn gerade ich etwas bei mir verändern?

Wenn Sie beispielsweise Kleidung bei einer Kette kaufen oder Fleisch ...

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