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Kindertipp:Podcasts aufnehmen

Kindertipp

In der Rubrik "Kindertipp" verraten Leserinnen und Leser der SZ für Kinder ihre Tricks im Alltag. Diesmal erzählt Mia, 11, was Podcasts sind und wie man so was - mit ein bisschen Unterstützung - sogar selbst hinkriegt.

Die Idee

Gemeinsam mit meinem Papa mache ich eine Art Radiosendung im Internet. In unserem Podcast namens "Nanu!" stellen wir neue Brettspiele für Familien vor und sagen, ob wir sie gut finden. Die Idee dafür hatten wir schnell: Spielen ist unser gemeinsames Hobby. Die meisten meiner Freunde kennen allerdings keine Podcasts. Ich erkläre es ihnen so: Das ist wie Youtube, nur dass man denjenigen nicht sehen kann. Dann verstehen es die meisten.

Die Vorbereitung

Vor unserer allerersten Aufnahme war ich ziemlich aufgeregt. Ich bin eigentlich eher schüchtern und jetzt sollte ich fremden Leuten ein Spiel vorstellen? Aber zum Glück wusste Papa schon, wie man so etwas vorbereiten muss. Wir sprechen nämlich nicht einfach drauflos, sondern überlegen uns genau, was wir später erzählen wollen. Dafür teilen wir uns vorher die Fragen ein bisschen auf. Vor der Aufnahme teste ich jedes Spiel ausgiebig, lese die Beschreibung und notiere die wichtigen Sachen auf einem Zettel. Das, was ich unbedingt sagen will, übe ich mindestens fünfmal.

Der Inhalt

In einem Spiel kann es mehr um Glück oder um Planung gehen. Was einem gefällt, ist Geschmackssache. Für mich ist vor allem wichtig, ob ein Brettspiel schon Kindern in meinem Alter Spaß macht, ob die Zeichnungen schön sind und die Figuren oder Karten gute Qualität haben. Weil die Hörer das Spiel ja nicht sehen können, muss ich besonders auf genaue Beschreibungen achten: Ich erkläre darum, wie sich die Figuren anfühlen, welche Farben und Materialien verwendet wurden und wie die Packung aussieht.

Das Sprechen

Ich wärme vor der Aufnahme meine Stimme auf, so machen das Schauspieler auch. Mein Papa kümmert sich inzwischen um die Technik und richtet das Mikrofon ein, damit man zum Beispiel das Schlucken oder Schnaufen nicht so hört. Am Anfang unserer Aufnahmen bin ich trotzdem oft nervös. Ich schaue dann meinen Papa an und tue so, als ob ich nur mit ihm sprechen würde. So werden ich locker. Seit unserer Sendung bin ich überhaupt weniger schüchtern. Referate in der Schule finde ich jetzt zum Beispiel ganz einfach.

© SZ vom 05.10.2019

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