Kindertipp:Mit Tieren sprechen

Lesezeit: 2 min

Luis
(Foto: privat)

Jeder kann irgendwas besonders gut. Hier erzählen Leserinnen und Leser der SZ-Kinderseiten, was es bei ihnen ist. Luis, 9, kann zum Beispiel so gut Tierstimmen nachmachen, dass er schon mal Antwort aus dem Affenkäfig bekommt.

Protokoll: Hannah Weber

Genau zuhören

Ich lebe im Heidelberger Zoo, weil mein Papa sich hier um die Elefanten kümmert. Deshalb war ich schon als kleines Kind den ganzen Tag von Tieren umgeben und habe nicht nur gelernt, welche Laute die Katze und der Hund machen, sondern auch, wie Elefanten, verschiedene Affenarten oder Seeadler klingen. Mit der Zeit habe ich angefangen, die Laute nachzuahmen und versucht, mit den Tieren zu sprechen. Wenn ich eine neue Tierstimme lernen will, beobachte ich das Tier erst mal und höre genau zu, wie es klingt. Die meisten Tiere machen viele verschiedene Geräusche. Ein Hahn zum Beispiel gackert anders, wenn er auf einen Baum fliegt, als wenn es Futter gibt oder er die Hennen ruft. Wer nicht im Zoo wohnt und keine Tiere in der Nähe hat, kann natürlich auch im Internet nach Tierstimmen suchen.

Losquaken

Am besten versucht man es am Anfang mit leichteren Tierlauten, dem Schwein zum Beispiel. Richtig schwierig sind Frösche. Ich kann es schwer beschreiben, aber für den Frosch muss man tief einatmen, die Luft im Rachen anhalten und dann noch mehr Luft einsaugen und dabei die Stimmbänder flattern lassen. Aber am besten nicht zu viel nachdenken, einfach ausprobieren und immer wieder die Tierstimme anhören, die man nachahmen will. Geduld braucht man auf jeden Fall: Elefantenlaute kann ich immer noch nicht perfekt, obwohl ich sie schon seit Jahren übe.

Auf Antwort warten

Und dann kommt das Tollste: Wenn ich den Tierlaut ein bisschen geübt habe, gehe ich zum Tiergehege und quake, brülle oder gackere los. Am liebsten abends, wenn mir keine Zoobesucher und -besucherinnen zuhören können und ich den Zoo ganz für mich habe. Eigentlich antworten fast alle Tiere, wenn man die Laute ein bisschen geübt hat. Ich weiß zwar nicht, was die Tiere mir sagen wollen - aber vielleicht finden Forschende das ja irgendwann raus. Die Tierstimmen benutze ich nicht nur, um mit den Tieren zu sprechen, sondern auch einfach so. Im Musikunterricht zum Beispiel. Da baue ich die Kröte und das Huhn manchmal in Lieder ein, das finden meine Freunde und sogar die Lehrer und Lehrerinnen ziemlich cool.

Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB